Die Sportkommissare belegten den Audi-Piloten wegen eines Überholmanövers unter Gelber Flagge mit einer Zehn-Sekunden-Zeitstrafe. Dadurch rutschte der Brasilianer auf Rang 15 und damit den letzten Platz der gewerteten Fahrer zurück.
Die entscheidende Szene ereignete sich nach dem ersten Safety-Car-Restart. Nach dem Unfall von Pierre Gasly, Franco Colapinto und Lando Norris in Kurve 1 wurden im Bereich zwischen den Kurven 6 und 7 Gelbe Flaggen geschwenkt. Gleichzeitig zeigten die Streckenposten physische „SC“-Tafeln.
Bortoleto reagierte zunächst auf die Signale. Nach Angaben der Sportkommissare erhielt er jedoch weder eine entsprechende elektronische Anzeige noch eine Safety-Car-Meldung auf seinem Lenkrad. Zudem wurde ihm vom Audi-Team mitgeteilt, dass das Safety Car noch nicht eingesetzt worden sei.
Daraufhin überholte Bortoleto den Cadillac von Sergio Perez. Da das Safety Car zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch nicht offiziell aktiviert worden war, werteten die Stewards das Manöver nicht als Überholen unter Safety-Car-Bedingungen.
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Entscheidend war jedoch die weiterhin geschwenkte Gelbe Flagge. Nach Auffassung der Rennkommissare hätte Bortoleto diese unabhängig von den widersprüchlichen beziehungsweise fehlenden elektronischen Informationen beachten müssen. Ein Überholmanöver war damit nicht zulässig.Die Stewards verhängten deshalb nach dem Rennen eine Zeitstrafe von zehn Sekunden. Bortoleto, der den Grand Prix ursprünglich auf Platz 13 beendet hatte, fiel dadurch hinter Oscar Piastri und Sergio Perez auf Rang 15 zurück.
Für Audi änderte die Entscheidung nichts an der Punkteausbeute in Baku. Nico Hülkenberg hatte das Rennen auf Platz elf beendet und die Punkteränge knapp verpasst. Bortoleto war bereits vor der nachträglichen Strafe außerhalb der Top 10 gewertet worden.





