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Formel 1
27.06.2026

Audi war mal wieder "solide" in Formel 1 unterwegs - Reicht das?

Audi wird den Großen Preis von Österreich morgen von den Startplätzen zwölf (Gabriel Bortoleto) und 14 (Nico Hülkenberg) in Angriff nehmen. Die beiden F1-Piloten trotzten den glühend heißen Bedingungen in Spielberg und sicherten sich damit Startplätze in der sechsten beziehungsweise siebten Startreihe.

Für das Team war es mal wieder ein "solides" Ergebnis, nachdem sich auf dem kurzen, von Motorleistung geprägten Red Bull Ring ein enger Kampf an der Spitze des Mittelfeldes entwickelte. Das Team gab an das Maximum aus seinem Paket herausgeholt zu haben und will – gestützt auf die starke Longrun-Pace aus den Trainings – im Rennen die wenigen Positionen bis zu den Punkterängen gutmachen.

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"Auch wenn wir es heute nicht in die Top Ten geschafft haben, möchte ich den Fahrern und den Ingenieuren ein Kompliment machen", so Renndirektor Allan McNish. "Ich denke, wir haben realistisch das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Gabi hat mit seiner letzten Runde in Q2 alles aus dem Auto herausgeholt. Es war eine sehr saubere und fehlerfreie Runde, aber leider hat sie nicht ganz gereicht, um Q3 zu erreichen."

Und zu Nico Hülkenberg: "Für Nico war es eine etwas schwierigere Session. Er hat sein Auto bis ans Limit bewegt, um jedes noch so kleine bisschen Performance herauszuholen. Dass er sich so nah an der Grenze bewegte, bedeutete am Ende Startplatz 14. Über das gesamte Wochenende hinweg haben wir eine ermutigende Longrun-Pace gezeigt. Deshalb gibt es im Rennen noch viel, wofür wir kämpfen können – auch wenn die heißen Bedingungen eine weitere Herausforderung darstellen werden.“

Nico Hülkenberg meinte dazu: „Es war bisher ein schwieriges Wochenende. Hier sind die Abstände immer unglaublich gering, und ich habe im Qualifying einfach nicht den richtigen Rhythmus mit dem Auto gefunden. Auf einer Strecke wie dieser macht das einen großen Unterschied. Diese Strecke liegt uns nicht ganz so gut wie Barcelona, und wir wissen, dass wir in einigen Bereichen noch zulegen müssen. Mit Blick auf morgen bin ich allerdings optimistischer. Unsere Longrun-Pace sah deutlich besser aus als unsere Qualifying-Performance. Da die Temperaturen voraussichtlich hoch bleiben werden, werden Reifenmanagement und Zuverlässigkeit entscheidend sein. Wenn wir ein sauberes Rennen abliefern, sollten sich dennoch Chancen ergeben.“

Gabriel Bortoleto war mit seiner Runde zufrieden: "Das Wochenende ist bisher gut verlaufen. Wir haben die Top Ten zwar knapp verpasst, aber ich habe das Gefühl, dass diese Qualifying-Runde nahezu perfekt war. Auch unsere Pace über den gesamten Streckenverlauf hinweg war sehr ermutigend."

Der Brasilianer wusste aber auch, dass er den Audi nicht in ein komfortables Arbeitsfenster gebracht hat. "Hier sind wir jedoch einen anderen Weg gegangen. Die Upgrades, die wir an diesem Wochenende einsetzen, scheinen so zu funktionieren, dass sie uns deutlich besser liegen."

Alles in allem ist das, was Audi als Newcomer bislang erreicht hat, durchaus beachtlich. Gleichzeitig entsteht immer wieder der Eindruck, dass der Einzug ins Q3 und weitere Punkte im Rennen durchaus in Reichweite liegen. Nun gilt es, die letzten kleinen Details zu optimieren und sich das nötige Rennglück zu erarbeiten. Ohne die umstrittene Strafe in Monaco und den kurios aufgewirbelten Kieselstein in Barcelona, der unglücklich den Notausschalter am Heck von Hülkenberg traf, wäre Audi auf der Leiter des Glücks wohl schon einen Schritt weiter oben angekommen.
 
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