Formel 1
25.09.2026
Audi erlebt schwieriges Formel 1-Qualifying in Baku
Schon im dritten freien Training hatte sich abgezeichnet, dass Audi auf dem schnellen Stadtkurs Schwierigkeiten haben würde. Bortoleto belegte mit einer Zeit von 1:45.854 Minuten den 13. Platz, Hülkenberg kam nach 18 Runden mit 1:45.998 Minuten auf Rang 15.
Im Qualifying gelang anschließend keine entscheidende Steigerung. Bortoleto erreichte in Q1 eine Zeit von 1:45.799 Minuten und belegte damit den 17. Platz. Direkt dahinter folgte Hülkenberg mit 1:45.920 Minuten auf Position 18. Für beide Audi-Piloten war damit bereits nach dem ersten Abschnitt Schluss.
Neben fehlendem Tempo spielten auch die Bedingungen eine Rolle. Beide Fahrer wurden auf ihren entscheidenden Versuchen durch gelbe Flaggen beeinträchtigt. Hülkenberg fehlte zudem auf seinen schnellen Runden der wichtige Windschatten auf den langen Geraden von Baku.
„Das heutige Ergebnis ist natürlich enttäuschend, denn ich hatte das Gefühl, dass wir konkurrenzfähiger waren, als es die Endplatzierung vermuten lässt“, erklärte Hülkenberg. Beim ersten Versuch habe er den Windschatten verpasst, während er auf seiner letzten Runde durch eine gelbe Flagge in Kurve 15 beeinträchtigt wurde. Zusätzlich habe es dem R26 an Topspeed gefehlt.
Audi setzt in Baku ein weiterentwickeltes Paket ein, dessen Abstimmung noch nicht vollständig ausgereizt ist. „Natürlich müssen wir noch mehr über die Upgrades lernen und weiter daran arbeiten, das Paket zu verstehen und zu optimieren“, sagte Hülkenberg.
Auch Bortoleto sprach von einem schwierigen Wochenende. Seine ersten beiden Qualifying-Versuche seien ordentlich gewesen, auf dem letzten Run habe er jedoch keinen ausreichenden Grip gefunden. Eine gelbe Flagge zwang ihn auf seiner abschließenden schnellen Runde zusätzlich dazu, vom Gas zu gehen.
Racing Director Allan McNish räumte ein, dass die Probleme nicht ausschließlich auf die gelben Flaggen zurückzuführen waren. „Es gibt keinen Grund, eine schwierige Session für uns heute schönzureden.“ Audi habe es unter den windigen Bedingungen nicht geschafft, das Potenzial des R26 auf einer schnellen Runde abzurufen.
Für das Rennen setzt das Team nun auf die Besonderheiten des Stadtkurses. Zwischenfälle und Safety-Car-Phasen können in Baku die Reihenfolge schnell verändern. Hülkenberg sieht deshalb trotz Startplatz 18 noch Möglichkeiten: „Von hinten zu starten ist nie einfach, aber das hier ist Baku und es können sich Möglichkeiten ergeben. Deshalb müssen wir aufmerksam bleiben und bereit sein, sie zu nutzen.“





