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Formel 1
20.07.2026

Antonelli triumphiert in Spa – Russell scheidet nach Kollision aus

Mercedes erlebte beim Großen Preis von Belgien ein Wechselbad der Gefühle. Während Kimi Antonelli seinen sechsten Saisonsieg feierte, schied George Russell bereits in der ersten Runde nach einer Kollision aus.Antonelli startete von der Pole Position, Russell ging von Rang drei ins Rennen. Beide Mercedes-Piloten hatten jedoch unmittelbar nach dem Start mit einem fehlenden Boost zu kämpfen, wodurch sie auf der Geraden vor Les Combes deutlich an Geschwindigkeit verloren. Antonelli musste die Führung zunächst an Max Verstappen abgeben, konterte jedoch noch in der ersten Runde und übernahm in Kurve fünf wieder die Spitze.
Für Russell verlief der Rennbeginn deutlich unglücklicher. Der Brite verlor durch das Leistungsdefizit mehrere Positionen und kollidierte anschließend mit Lewis Hamilton. Damit war sein Grand Prix bereits nach wenigen Kurven beendet.
Nach der Safety-Car-Phase setzte Mercedes bei Antonelli auf die bewährte Ein-Stopp-Strategie mit Medium- und Hard-Reifen. Zwar verlor der Italiener die Führung später an Charles Leclerc, der während einer virtuellen Safety-Car-Phase von einem günstigeren Boxenstopp profitierte, doch Antonelli ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Er schloss den Rückstand von rund drei Sekunden kontinuierlich und übernahm knapp zehn Runden vor dem Ziel erneut die Führung. Anschließend setzte er sich außerhalb des DRS-Fensters des Ferrari-Piloten ab und brachte seinen sechsten Saisonsieg souverän ins Ziel. Gleichzeitig war es der achte Saisonerfolg für Mercedes.
„Nach ein paar schwierigen Rennwochenenden ist es schön, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen“, sagte Antonelli nach dem Rennen. „Es war ein hart erkämpfter Sieg. Nachdem wir die Führung durch das virtuelle Safety Car verloren hatten, sind wir ruhig geblieben und haben den Rückstand Schritt für Schritt aufgeholt. Charles war sehr schnell und selbst nach dem Überholmanöver war es nicht einfach, ihn außerhalb des DRS-Fensters zu halten. Am Ende ist uns das gelungen.“ Mit Blick auf den Titelkampf ergänzte der Italiener: „Wir haben erneut gesehen, wie konkurrenzfähig unsere Gegner sind. Deshalb müssen wir weiter hart arbeiten und jedes Wochenende das Maximum herausholen.“
Russell zeigte sich nach seinem erneuten Nuller enttäuscht. „Es war wieder ein schwieriges Wochenende und ich verlasse Spa ohne Punkte. Solche Wochenenden gab es zuletzt zu viele“, erklärte der Mercedes-Pilot. Das Problem mit dem fehlenden Boost sei ein anderes gewesen als jenes, an dem das Team bereits zu Beginn des Wochenendes gearbeitet habe. „Ich hatte einen guten Start und war in einer guten Position. Auf der Geraden vor Kurve fünf fehlte mir dann aber die erwartete Geschwindigkeit. Mehrere Autos gingen vorbei, ehe es zum Zwischenfall mit Lewis Hamilton kam.“ Gleichzeitig betonte Russell, dass das Team mit Hochdruck an der Verbesserung der Zuverlässigkeit arbeite.
Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach von einem Wochenende mit gemischten Gefühlen. „Kimi war das gesamte Wochenende über stark und hat sich den Sieg absolut verdient. Nachdem er die Führung während der virtuellen Safety-Car-Phase verloren hatte, blieb er ruhig und kämpfte sich eindrucksvoll zurück.“
Den frühen Ausfall von Russell führte Wolff ebenfalls auf das fehlende Boost-Problem zurück. „Beide Fahrzeuge waren davon betroffen, George allerdings deutlich stärker. Dadurch verlor er mehrere Positionen und sein Rennen war nach der Kollision in Kurve fünf früh beendet. Wir untersuchen derzeit die Ursache.“ Trotz des Sieges sieht der Österreicher weiterhin Handlungsbedarf: „Unser Auto ist schnell genug, um Rennen zu gewinnen und um beide Weltmeisterschaften zu kämpfen. Der größte Schwachpunkt bleibt derzeit die Zuverlässigkeit. Bis Budapest werden wir alles daransetzen, diese Probleme in den Griff zu bekommen und mit einem positiven Ergebnis in die Sommerpause zu gehen." 
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