Das 2. Freie Training begann um 17:00 Uhr zunächst mit technischen Problemen bei mehreren Fahrern. Fernando Alonso musste im Aston Martin zunächst in der Garage bleiben. Wenig später erwischte es auch Lando Norris deutlich härter. Am McLaren musste das Getriebe gewechselt werden, womit das Training für den Briten praktisch beendet war. Gerade auf dem neuen Madring bedeutete das einen erheblichen Nachteil, da wichtige Daten für Abstimmung, Reifenverschleiß und Longruns fehlten.
Mercedes zunächst an der Spitze
Auf der Strecke übernahm zunächst Mercedes das Kommando. Antonelli und George Russell setzten sich zwischenzeitlich deutlich vom Rest des Feldes ab. Mit zunehmender Streckenentwicklung und dem Wechsel auf die Soft-Reifen rückte Ferrari jedoch näher.Antonelli steigerte sich schließlich auf 1:33.662 Minuten. Leclerc fehlten lediglich 0,113 Sekunden, Hamilton lag weitere 0,036 Sekunden zurück. Russell kam dagegen bei seinem schnellen Versuch nicht mehr an die Zeit seines Teamkollegen heran und beendete die Session auf Rang fünf.
Max Verstappen folgte mit 0,401 Sekunden Rückstand auf Platz sechs vor Oscar Piastri.
Lindblad schnell – dann Unfall
Eine starke Vorstellung zeigte Arvid Lindblad. Der Racing-Bulls-Pilot lag zeitweise in einzelnen Sektoren an der Spitze und schob sich schließlich bis auf Rang vier.Seine Session endete allerdings vorzeitig. Nach der überhöhten Kurve 12, dem „Monumental“, verlor Lindblad beim Anbremsen auf Kurve 13 das Heck seines Autos und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Der Frontbereich wurde erheblich beschädigt. Lindblad konnte das Auto unverletzt verlassen.
Die Rennleitung unterbrach das Training bei noch 22:56 Minuten Restzeit mit der roten Flagge.
Alonso kann doch noch fahren
Für Fernando Alonso gab es dagegen Entwarnung. Nachdem Aston Martin zu Beginn an technischen Problemen gearbeitet hatte, konnte der Spanier später doch noch auf die Strecke gehen.Alonso absolvierte noch mehrere Runden und nahm schließlich auch am Longrun-Programm teil. Für eine konkurrenzfähige schnelle Runde reichte die verbleibende Zeit allerdings nicht mehr. Er wurde mit 3,118 Sekunden Rückstand 17.
Nach der Wiederfreigabe gingen fast alle Fahrer gleichzeitig auf die Strecke. Die Teams konzentrierten sich nun überwiegend auf längere Runs.
Dabei zeigte sich auch eine mögliche Schwachstelle des neuen Madring: Verkehr und Überholen könnten im weiteren Verlauf des Wochenendes eine wichtige Rolle spielen. Selbst deutlich schnellere Fahrzeuge hatten im Training Schwierigkeiten, an langsameren Autos vorbeizukommen. Zudem sorgten mehrere enge und teilweise unübersichtliche Passagen immer wieder für Probleme.
Besonders die Kombination der Kurven 5 und 6 sowie Kurve 17 fiel durch mehrere Fehler und Ausritte auf.
Antonelli vor Ferrari
An der Spitze änderte sich in der Schlussphase nichts mehr. Antonelli sicherte sich damit die Bestzeit vor den beiden Ferrari von Leclerc und Hamilton. Lindblad blieb trotz seines Unfalls auf Rang vier, gefolgt von Russell, Verstappen und Piastri.Norris war der einzige Fahrer des Feldes, der keine gezeitete Runde absolvieren konnte.





