Vor Beginn des Trainings hatte es an der niederländischen Nordseeküste geregnet. Die Strecke trocknete jedoch schnell ab, obwohl im weiteren Tagesverlauf mit erneutem Niederschlag gerechnet wird. Damit sammelten die Teams erstmals in diesem Jahr Erfahrungen mit der neuen Technik und dem neuen Reglement unter zumindest teilweise regnerischen Bedingungen. Es blieb aber letztlich bis zum Ende trocken.
Als erster Fahrer verließ Nico Hülkenberg um 12:30 Uhr die Boxengasse. Der Audi-Pilot war zunächst auf Intermediates unterwegs, meldete seinem Team aber schon nach kurzer Zeit, dass die Strecke weitgehend trocken sei und der Wechsel auf Slicks möglich wäre.
Das einzige Training des Sprint-Wochenendes erhielt eine besondere Bedeutung. Bereits am Freitagnachmittag, 16.30 Uhr, steht das Sprint-Qualifying auf dem Programm, sodass den Teams lediglich diese 60 Minuten für die Abstimmung ihrer Fahrzeuge blieben.
Antonelli trotz Dreher an der Spitze
In der ersten Hälfte der Session wechselte die Führung mehrfach. Lewis Hamilton, Charles Leclerc, George Russell und Antonelli setzten sich zwischenzeitlich an die Spitze der Zeitenliste.Antonelli sorgte dabei auch für einen Schreckmoment. Dem Mercedes-Piloten brach das Heck seines Fahrzeugs aus, woraufhin er sich drehte. Über Funk erklärte Antonelli, dass er selbst nicht verstanden habe, warum das Auto plötzlich ausgebrochen sei. Zunächst blieb er trotz der stark beanspruchten Reifen auf der Strecke, kam wenig später aber doch an die Box.
In der Schlussphase meldete sich Antonelli eindrucksvoll zurück. Als die Teams auf Softreifen ihre Vorbereitungen auf das Sprint-Qualifying intensivierten, erzielte der Italiener in 1:12,949 Minuten die schnellste Runde des Trainings.
Lando Norris fehlten im McLaren lediglich 0,121 Sekunden. George Russell belegte mit 0,125 Sekunden Rückstand den dritten Platz. Lewis Hamilton wurde Vierter vor Charles Leclerc und Oscar Piastri.
Hülkenberg überzeugt auf Mediumreifen
Eine starke Vorstellung zeigte Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot beendete das Training auf Mediumreifen als Siebter und hatte 0,835 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Teamkollege Gabriel Bortoleto komplettierte als Neunter das gute Ergebnis für Audi. Er hatte allerdings Pech, als er in seiner schnellen Runde von Stroll aufgehalten wurde.Weltmeister Max Verstappen kam im Red Bull nicht über den elften Platz hinaus. Der Niederländer lag am Ende 1,376 Sekunden hinter Antonelli.
Für Carlos Sainz verlief das Training dagegen unruhig. Der Williams-Pilot kam innerhalb von nur rund fünf Minuten gleich zweimal von der Strecke ab und landete im Kiesbett. Beim zweiten Zwischenfall erwischte es ihn im Bereich der Kurven 11 und 12. Beide Male konnte Sainz seine Fahrt fortsetzen. In der Endabrechnung blieb ihm jedoch nur der 22. und damit letzte Platz.
Lawson und Tsunoda in neuen Teams
Im Fokus standen auch Liam Lawson und Yuki Tsunoda, die in Zandvoort für neue Teams antreten. Lawson übernahm bei Red Bull Racing das Cockpit des verletzten Isack Hadjar. Nach Angaben von Teamchef Laurent Mekies hatte sich Hadjar beim Training eine Handgelenksverletzung zugezogen.Lawsons freigewordenen Platz bei den Racing Bulls übernahm Tsunoda. Lawson beendete das Freie Training auf Rang 14, Tsunoda wurde 17.
Aston Martin brachte für das Wochenende in Zandvoort einen neuen Motor mit, der mehr Leistung bieten soll. Fernando Alonso belegte im Training den zwölften Platz, Lance Stroll wurde 18. Ob das neue Paket tatsächlich einen Fortschritt bringt, dürfte sich im weiteren Verlauf des Wochenendes zeigen.
Viel Zeit für die Auswertung bleibt den Teams nicht. Das Sprint-Qualifying beginnt am Freitag um 16:30 Uhr und endet um 17:14 Uhr.
Zeitplan F1 Zandvoort (NL)
Freitag 21. August 2026
12:30 – 13:30 Uhr Training
16:30 – 17:14 Uhr Sprint-Qualifying
Samstag, 22. August 2026
12:00 – 13:00 Uhr Sprint
16:00 – 17:00 Uhr Qualifying
Sonntag, 23. August 2026
15:00 Uhr Grand Prix





