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Formel 1
16.03.2026

„Sein Talent zum F1-Sieger war schon im Kart sichtbar“

Mercedes-Teamchef Toto Wolff konnte am Rennwochenende beim Großen Preis von China in Shanghai mehr als zufrieden sein. Kaum eine Personalentscheidung hatte in den vergangenen Monaten so viele Diskussionen ausgelöst wie die Verpflichtung von Andrea Kimi Antonelli. Viele Kritiker hielten den Italiener für zu jung und zu unerfahren und waren der Meinung, er hätte zunächst bei einem kleineren Team Erfahrung sammeln sollen.

Der 19-Jährige aus Bologna gab auf der Strecke jedoch die perfekte Antwort. Bereits im Qualifying zeigte Antonelli seine Klasse und sicherte sich die Pole Position. Im Rennen am Sonntag bestätigte er die starke Leistung und fuhr souverän zu seinem ersten Grand-Prix-Sieg.

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Damit schreibt Antonelli gleich doppelt Geschichte: Er ist nicht nur der jüngste Polesetter der Formel-1-Geschichte, sondern auch der zweitjüngste Sieger eines Grand Prix. Für Mercedes ist der Erfolg zugleich eine Bestätigung der mutigen Entscheidung, das außergewöhnliche Talent direkt ins Werksteam zu holen.

„Für Kimi stand dieser Moment nie infrage“, erklärte Toto Wolf. „Schon seit seinen Kart-Tagen wussten wir, dass er das nötige Talent besitzt, um Grand-Prix-Sieger zu werden.“

Den Österreicher kann man so etwas wie einen Ziehvater nennen, der Fahrer und Familie stets unterstützt hat. „Seine Familie und das Team haben hervorragende Arbeit geleistet, um dieses Talent zu fördern - und das zahlt sich heute aus. Es gab so viele Zweifler, die ihn abgeschrieben haben, weil es angeblich zu früh gewesen sei und er nicht die nötige Gelassenheit habe. Doch Kimi hat ihnen allen das Gegenteil bewiesen. Das ist erst der Anfang für ihn.“

Doch Wolff stellte auch nüchtern fest, dass es kein einfaches Rennen für Mercedes war. „Die Ferraris haben uns auf Trab gehalten, aber George Russell hat gute Arbeit geleistet, indem er sich zurückgekämpft und vor ihnen das Ziel erreicht hat. Es war auch toll, Lewis Hamilton zusammen mit Kimi und George auf dem Podium zu sehen. Alle vier sind ein so wichtiger Teil der Geschichte dieses Teams, und es war großartig, sie alle zusammen dort oben zu sehen.“

Was die Zukunft betrifft, so stellt Wolff fest, dass man einen guten Start in die Saison hingelegt hat: „Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir werden konzentriert bleiben, weiter pushen und hoffentlich im Laufe der Saison weiterhin um Siege kämpfen können.“

Und zu der Zwangspause im April: „So eine lange Pause hatten wir noch nie. Da werden wir sehen, wie sich das auswirkt.“
 
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