FIA WEC
28.09.2026
Toyota Racing gewinnt die 6 Stunden von Fuji
Nur eine Stunde vor Schluss lagen die TR010 HYBRIDs nach verschiedenen Rückschlägen gegen die starke Hypercar-Konkurrenz noch außerhalb der Podestplätze. Doch vor 72.326 Zuschauern am Wochenende stellte eine mutige Strategie das Rennen auf den Kopf, und eine entschlossene Fahrweise bescherte dem Team einen emotionalen Sieg.
Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa gewannen das Rennen in ihrem TR010 HYBRID mit der Startnummer 8 und übernahmen zwei Rennen vor Saisonende die Führung in der Fahrerwertung. Der zehnte Sieg des Teams in Fuji baut den Vorsprung in der Hersteller-Weltmeisterschaft auf 23 Punkte aus.
Die Le-Mans-Sieger Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries kämpften sich nach eigenen Rückschlägen auf den achten Platz zurück. Damit bleiben sie als Zweitplatzierte im Titelkampf – zehn Punkte hinter ihren Teamkollegen.
Nachdem das Qualifying wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, hatten die TR010 HYBRIDs einiges aufzuholen, um an der Spitze anzugreifen. Die #8 startete von Platz acht, während die #7 von Platz 13 ins Rennen ging, das auf feuchter Strecke freigegeben wurde. Sébastien machte schnell zwei Positionen gut, während Nycks Rennen bereits in der ersten halben Stunde durch einen Reifenschaden beeinträchtigt wurde. Eine vielversprechende Aufholjagd wurde dann zu Beginn der zweiten Stunde durch einen Dreher nach einer Berührung mit der #35 Alpine unterbrochen.
In den ersten drei Stunden kämpften sich die TR010 HYBRIDs in die Reichweite der Top 6 vor, doch die zweite Hälfte begann mit Frustration. Zu Beginn der fünften Stunde wurde Brendon von der #007 Aston Martin in Kurve eins in einen Dreher gedrängt. Beim anschließenden Boxenstopp kurz darauf übernahm Ryō das Steuer auf dem sechsten Platz. Kamui lag auf dem siebten Platz, bis eine Durchfahrtsstrafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, während einer Full-Course-Yellow-Phase die Startnummer 7 auf den zwölften Platz zurückwarf.
Eine Safety-Car-Phase 55 Minuten vor dem Ende ermöglichte der Crew der #8 jedoch eine mutige strategische Entscheidung. Die Ingenieure sahen eine längere Unterbrechung aufgrund von Reparaturen an den Leitplanken korrekt voraus. Daher wurde die #8 entsprechend nachgetankt, auf einen Reifenwechsel wurde jedoch verzichtet. Ryō führte das Rennen somit an, als es 20 Minuten vor Schluss wieder freigegeben wurde. Bei einsetzendem Regen und unter starkem Druck hielt er die #36 Alpine auf Distanz und überquerte die Ziellinie mit 0,591 Sekunden Vorsprung. Kamui machte in den letzten Minuten noch zwei Positionen gut und wurde Achter.
Der Kampf um die Weltmeisterschaft kehrt nun für den vorletzten Saisonlauf nach Europa zurück: den ersten 6 Stunden von Barcelona am 18. Oktober auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.
Kamui Kobayashi (Teamchef und Fahrer, Auto #7): „In Fuji zu gewinnen ist sehr wichtig für uns. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team zu diesem Sieg, insbesondere an die Crew des Autos #8, die ein so starkes Rennen gefahren ist. Jeder hat unglaublich hart dafür gearbeitet, und wir haben alle bis zum Schluss gekämpft. Für unser Auto war es ein etwas schwieriger Tag, und ich glaube nicht, dass unser Rennen sauber genug war. Uns fehlte generell etwas die Pace, sodass wir immer hinterherjagen mussten, was unseren Tag bestimmt hat.“





