Für Wehrlein ist die Pole im Titelkampf besonders wertvoll. Der Deutsche erhält drei Zusatzpunkte und liegt damit nur noch zwei Punkte hinter Meisterschaftsleader Jake Dennis, der sich mit Startplatz fünf begnügen muss.
Das Qualifying begann mit einem Zwischenfall zwischen Dennis und Nyck de Vries. Der Andretti-Pilot versuchte, sich am Mahindra vorbeizuschieben, wobei es zu einer Berührung kam. Die Rennleitung untersuchte den Vorfall. Dennis konnte sich anschließend dennoch für die Duellphase qualifizieren.
Gruppe A: Wehrlein und Ticktum schlagen Dennis
In Gruppe A setzte zunächst Jake Dennis das Tempo. Der Meisterschaftsführende geriet jedoch bereits früh in den Zwischenfall mit de Vries und zeigte sich anschließend deutlich frustriert. Mit zunehmendem Verkehr auf der Strecke musste Dennis um eine freie Runde kämpfen.Am Ende wurde der Andretti-Pilot noch von Pascal Wehrlein und Dan Ticktum überholt und belegte Rang drei. Jean-Éric Vergne sicherte sich als Vierter ebenfalls einen Platz in den Duellen.
Für Edoardo Mortara verlief die Session enttäuschend. Der Mahindra-Pilot kämpfte auf seiner letzten Runde mit einem Problem bei der Bremsbalance und schlug nahe der ATTACK-MODE-Zone in die Streckenbegrenzung ein. Mortara kam dadurch nur auf Rang sieben. Teamkollege de Vries wurde Fünfter.
Gruppe B: Müller vor Evans
In Gruppe B setzte sich Nico Müller an die Spitze. Sein Porsche-Teamkollege überzeugte ebenfalls Mitch Evans, der Zweiter wurde und damit seine Titelchancen wahrte. Joel Eriksson belegte Rang drei und schaffte damit ebenfalls den Sprung in die Duelle.Der Envision-Pilot musste allerdings einen Zwischenfall verkraften. Nach seiner schnellen Runde meldete Eriksson, dass sein Fahrzeug beschädigt sei. Für den Schweden ist das Wochenende ohnehin von besonderer Bedeutung, da Envision Racing bereits seinen Abschied zum Saisonende bestätigt hat.
António Félix da Costa meldete während einer seiner Qualifying-Runden einen Kontakt mit der Mauer, schaffte es aber dennoch auf Rang vier und damit in die Duelle. Für Oliver Rowland verlief die Session dagegen enttäuschend. Der amtierende Weltmeister kam nach einer fehlerhaften Runde nur auf Platz sieben.
Viertelfinale: Ticktum wirft Dennis raus
In den Duellen sorgte Dan Ticktum für die erste große Überraschung. Der CUPRA-KIRO-Pilot setzte sich gegen Jake Dennis durch und beendete damit den direkten Angriff des Meisterschaftsführenden auf die Pole-Position.Pascal Wehrlein schlug anschließend Jean-Éric Vergne und zog ins Halbfinale ein. Dort traf er auf Ticktum und setzte sich gegen den Briten durch.
Auf der anderen Seite des Tableaus bezwang Mitch Evans Envision-Pilot Joel Eriksson. Im letzten Viertelfinale setzte sich Nico Müller gegen António Félix da Costa durch.
Halbfinale: Porsche macht die erste Reihe perfekt
Im ersten Halbfinale traf Wehrlein auf Ticktum. Der Porsche-Pilot behielt die Oberhand und zog ins Finale ein.Anschließend ging es zwischen Nico Müller und Mitch Evans um den zweiten Platz in der ersten Startreihe. Müller erwischte eine starke Runde und war rund zwei Zehntelsekunden schneller als der Jaguar-Pilot. Damit war die Porsche-Doppel-Pole perfekt.
Finale: Wehrlein setzt sich gegen Müller durch
Im rein internen Porsche-Finale ging es schließlich um die Pole-Position. Wehrlein behielt gegenüber seinem Teamkollegen die Oberhand und sicherte sich mit 1:07,587 Minuten den ersten Startplatz.Für Wehrlein ist es zugleich sein erster Start aus der ersten Reihe in London. Bereits fünfmal zuvor hatte er sich auf dem ExCeL Circuit für die Duelle qualifiziert, doch erst jetzt gelang ihm der Sprung ganz nach vorne.
Porsche bringt damit beide Fahrzeuge aus der ersten Startreihe ins Rennen. Für Wehrlein sind die drei zusätzlichen Punkte besonders wichtig: Aus dem ursprünglichen Rückstand von fünf Punkten auf Dennis ist damit ein Abstand von nur noch zwei Punkten geworden.
Hinter den beiden Porsche startet Mitch Evans von Platz drei, Dan Ticktum folgt auf Rang vier. Jake Dennis nimmt das Rennen von Platz fünf auf, gefolgt von Joel Eriksson, António Félix da Costa und Jean-Éric Vergne.
Das erste Rennen des London-Doppelheaders startet am Samstag um 16:05 Uhr MESZ.





