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FIA Formel E
04.05.2026

Pascal Wehrlein erobert WM-Führung zurück

WM-Führung dank Podium und Pole-Position: Pascal Wehrlein belegte im Sonntagsrennen des Berlin E-Prix Rang drei und übernahm damit wieder die Spitze in der Fahrerwertung der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft. Für das Porsche Formel-E-Team war es zugleich die zweite Spitzenplatzierung beim Heimspiel in Berlin. Bereits am Samstag hatte Nico Müller auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof seinen ersten Sieg in der vollelektrischen Rennserie gefeiert. Im zweiten Rennen kam der Schweizer nach einer späten Kollision im Kampf um Platz fünf auf Rang 13 ins Ziel. Für das Kundenteam Andretti Formula E belegten Jake Dennis und Felipe Drugovich die Positionen sechs und neun. Damit schafften es insgesamt drei Fahrzeuge mit Porsche-Technologie in die Top Ten.

Ex-Weltmeister Wehrlein startete wie schon im Vorjahr von der Pole-Position in den Sonntagslauf. Zu Beginn des 37 Runden langen Rennens ließ er sich zurückfallen und sparte Energie. Gegen Ende aktivierte er als erster Fahrer der Spitzengruppe seinen letzten Attack Mode und übernahm die Führung, fiel auf älteren Reifen anschließend jedoch auf Rang 3 zurück. Für den Deutschen war es das vierte Podium im achten Saisonrennen sowie sein zweiter Podestplatz in Berlin. Mit Rang 3 und den zusätzlichen Punkten für die Pole-Position übernahm Wehrlein erneut die Führung in der Fahrerwertung.

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Ehe ihn die Kollision zurückwarf, hatte sich Wehrleins Teamkollege Müller von Startplatz 11 auf Platz 6 nach vorne gekämpft. Nach dem Sieg am Vortag verpasste er die Punkteränge. Porsche behauptet weiterhin die Führung in der Team- und in der Herstellerwertung.

Beim Berlin E-Prix gingen die beiden werkseigenen Porsche 99X Electric in der legendären „Sau“-Livery an den Start. Mit dieser besonderen Lackierung setzte Porsche ein visuelles Highlight und brachte als Dank an die Fans einen echten Publikumsliebling zurück auf die Strecke. Seinen Ursprung hat das ikonische Design im Jahr 1971, als der Porsche 917/20 bei den 24 Stunden von Le Mans erstmals im „Pink Pig“-Look antrat. Ein zweiter Auftritt folgte 2018 ebenfalls in Le Mans: Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor feierten am Steuer des Porsche 911 RSR den Sieg in der GTE-Pro-Kategorie, wodurch die Livery endgültig Kultstatus erreichte. Das siegreiche Fahrzeug war in Berlin vor Ort und bot den Fans die Möglichkeit, es aus nächster Nähe zu erleben.

Die beiden Rennen in Berlin fanden vor ausverkauften Tribünen statt. Im Rahmen seines Heimspiels würdigte Porsche seine 75-jährige Motorsportgeschichte. Über das gesamte Wochenende hinweg war eine Ausstellung historischer Rennfahrzeuge zu sehen, darunter legendäre Modelle wie der Porsche 550 Spyder und der Porsche 917. An beiden Renntagen absolvierten ausgewählte Fahrzeuge zudem Paraderunden auf der Strecke.

Unter dem Motto „Racing for Charity“ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller auch beim achten Saisonrennen in Berlin die maximale Anzahl an Runden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 216.000 Euro.

Anlässlich des Berlin E-Prix schloss sich die Formel E dem guten Zweck an: Im Rahmen ihres „Better Futures Fund“ tätigt sie eine ergänzende Spende in Höhe von 25.000 Euro. Mit dem Förderprogramm stärkt die vollelektrische Weltmeisterschaft wohltätige Organisationen und Projekte in den Austragungsländern der Rennen.

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Zweites Rennen an diesem Wochenende in Berlin und ein weiteres Podium – diesmal für Pascal, dazu die Pole-Position und sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft. Für Nico war es ebenfalls ein starkes Rennen von Startplatz 11 aus. Im Kampf um Platz 5 kollidierte er leider mit einem anderen Fahrzeug. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre heute für ihn möglich gewesen. Insgesamt war es ein sehr starkes Wochenende, an dem wir den Vorsprung in der Team- und in der Herstellerwertung ausbauen konnten. Mein Dank gilt allen Fans für die Unterstützung an diesem Wochenende sowie dem gesamten Team – an der Strecke und im Werk.“

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Das Podium war heute das Maximum. Ich bin von ganz vorne gestartet und habe versucht, viel Energie zu sparen. Evans und Rowland sind von weiter hinten ins Rennen gegangen und hatten am Ende etwas mehr Energie zur Verfügung. Insgesamt war es ein sehr guter Tag mit der Pole-Position und dem Podium. Einerseits bin ich sehr zufrieden mit heute, andererseits bin ich noch etwas enttäuscht vom gestrigen Tag. Wichtig war es aber, nach vorne zu schauen und den Fokus auf heute zu legen. Das ist uns gelungen. Danke ans Team, das Auto war das ganze Wochenende über stark und nahezu unschlagbar. Glückwunsch an alle, und jetzt freuen wir uns auf Monaco.“ 

Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Zweiter Tag in Berlin und weitere Punkte für das Team. Glückwunsch an Pascal zum Podium! Auch für mich sah es zwischenzeitlich richtig gut aus, aber dann kam die Kollision. Danach war leider nicht mehr viel möglich. Keine Punkte für uns, aber insgesamt ein starkes Wochenende mit vielen Punkten für das Team und meinem ersten Sieg. Dieses Momentum nehmen wir mit in den nächsten Teil der Saison.“ 
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