FIA Formel E
04.05.2026
Nissan an beiden Tagen auf dem Podium
Im Samstagsrennen (Lauf 7) zeigte der amtierende Formel‑E‑Weltmeister Rowland bereits im Qualifying eine überzeugende Leistung und erreichte das Halbfinale der Duelle. Von Startplatz drei aus fuhr der Brite ein konstantes Rennen an der Spitze des Feldes. Nach seinem Pit‑Boost‑Stopp am Ende von Runde 25 und einer späten Attack‑Mode‑Phase kämpfte Rowland bis zum Schluss um Platz zwei und überquerte die Ziellinie schließlich als Dritter – sein viertes Podium in sieben Saisonrennen.
Norman Nato verpasste im Qualifying knapp die Top Vier seiner Gruppe und startete von Position 20. Mit einer frühen Attack‑Mode‑Strategie arbeitete er sich nach vorne, beendete das Rennen jedoch auf Rang 18.
Nach intensiver Übernachtarbeit von Mechanikern und Ingenieuren setzte das Team am Sonntag (Lauf 8) auf eine mutige Strategie: Reifen schonen im Qualifying und Startplätze im hinteren Feld in Kauf nehmen. Diese Herangehensweise zahlte sich im Rennen aus. Rowland und Nato, gestartet von den Plätzen 18 und 16, sparten in der Anfangsphase Energie und machten im weiteren Verlauf kontinuierlich Positionen gut.
Zur Rennhälfte mischten beide Fahrer in der Spitzengruppe mit und übernahmen zeitweise sogar die Führung. In den Schlussrunden attackierte Rowland den Führenden, kam als Zweiter ins Ziel und sicherte sich zusätzlich den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde. Eine späte Full‑Course‑Yellow‑Phase verhinderte eine weitere Aufholjagd von Nato, der nach starken Überholmanövern dennoch einen hervorragenden fünften Platz einfuhr.
Die Formel‑E‑Weltmeisterschaft wird in zwei Wochen mit dem nächsten Double-Header in Monaco fortgesetzt (15.–17. Mai).
Tommaso Volpe, Teamchef des Nissan Formel E Teams: „Nach einigen schwierigen Rennen sind wir mit dem klaren Ziel nach Berlin gekommen, das Ruder herumzureißen – und das ist uns gelungen. Wir haben an beiden Tagen wertvolle Punkte gesammelt. Am Samstag zahlte sich unsere intensive Arbeit aus, heute war die Strategie perfekt umgesetzt. Unsere Fahrer haben vom Ende des Feldes aus großartige Leistungen gezeigt. Das Auto hatte eine starke Pace, und wir haben definitiv einen Schritt nach vorne gemacht. Mit Blick auf Monaco wollen wir diesen Schwung mitnehmen.“
Oliver Rowland, Fahrer, Nissan Formel E Team: „Zweimal an einem Doppelwochenende auf dem Podium zu stehen, ist ein tolles Gefühl. Am Samstag war ich mit Startplatz drei sehr zufrieden, da die Ein‑Runden‑Pace dieses Jahr nicht immer unsere Stärke war. Am Sonntag sind wir mit einer mutigen Strategie ins Rennen gegangen, haben Energie gespart und zum richtigen Zeitpunkt angegriffen. Ich denke, wir hatten die Pace für den Sieg, auch wenn es am Ende knapp nicht gereicht hat. Insgesamt war es ein sehr positives Wochenende für das gesamte Team.“





