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FIA Formel E
11.01.2026

Nick Cassidy gewinnt das 150. Formel-E-Rennen in Mexico City

Ein Sieg für die Geschichtsbücher: Der Neuseeländer Nick Cassidy von Citroën Racing machte in einem strategisch perfekt geplanten Rennen zwölf Positionen gut und gewann vor dem Schweizer Edoardo Mortara (Mahindra Racing) und dem aktuellen Champion Oliver Rowland (Nissan Formula E Team) aus Großbritannien. Es war der erste Sieg im erst zweiten Rennen des französischen Automobilriesen in der ABB FIA Formula E World Championship. Cassidy bestätigte beim Hankook Mexico City E-Prix 2026 erneut sein perfektes Timing im Umgang mit dem ATTACK MODE und feierte seinen vierten Sieg in fünf Rennen.

Taylor Barnard (DS Penske/GB) übernahm nach einem starken Start früh die Führung, fiel im weiteren Rennverlauf jedoch zurück und belegte am Ende Rang vier vor Jake Dennis (Andretti Formula E/GB) und dem Sigmaringer Porsche-Pilot Pascal Wehrlein.

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Pepe Martí (Cupra Kiro/ES) kämpfte sich trotz massiver Strafen auf einen starken siebten Platz und holte damit seine ersten Formel-E-Punkte. Dahinter folgten Jean-Éric Vergne (Citroën Racin/FR), Nico Müller (Porsche Formula E Team/CH) und Nissan-Pilot Norman Nato aus Frankreich.

Damit führt Cassidy die Fahrerwertung mit 40 Punkten vor Dennis (36) und Rowland (34) an. Citroën liegt in der Teamwertung mit 44 zu 36 Punkten vor Andretti. In der Hersteller-Weltmeisterschaft hat Stellantis einen Vorsprung von sieben Punkten auf Porsche.

Nick Cassidy, Nr. 37, Citroën Racing, sagte: „Das ist unglaublich! Vor all diesen fantastischen Fans – diese Atmosphäre ist in der Formel E einfach unvergleichlich. Hier mit Citroën zu gewinnen, was für ein Traumstart. Ich bin einfach so glücklich für mein Team und dankbar, dass sie an mich geglaubt und mich in dieses Projekt geholt haben. Ich denke, da kommen richtig gute Zeiten auf uns zu – was für ein Moment.

Ich dachte bis zur letzten Runde nicht, dass wir wirklich durch sind. Ich wäre heute mit Platz vier zufrieden gewesen, von Startplatz 13 aus. Über Funk hieß es eher: ‚Lasst uns ein gutes Ergebnis absichern‘, aber mein Ingenieur hat immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Dieser Sieg ist genauso für ihn wie für mich und das ganze Team. Es sind das Team, das Auto, das Gesamtpaket und die Strategie, die uns diesen Sieg ermöglicht haben – man kann dieses Rennen nicht mit einem schlechten Auto gewinnen. Ich habe am Donnerstag mit JEV [Jean-Éric Vergne] einen Deal gemacht, dass ich mir den Kopfhaare rasiere, falls ich gewinne. Es gibt diese Statistik, dass der Sieger dieses Rennens am Ende auch die Meisterschaft gewinnt – darauf wollte ich nicht verzichten. Wenn wir die Meisterschaft gewinnen, rasiere ich mir den Kopf sowieso!“

Edoardo Mortara, Nr. 48, Mahindra Racing, sagte: „Nick [Cassidy] hatte ein wirklich starkes Rennen. Zur Rennmitte hin hatten wir Probleme, leider hatten wir dadurch in den letzten Runden nicht mehr die Möglichkeit zum Angriff. Ich bin sehr zufrieden mit Platz zwei und diesem Podium sowie mit wichtigen Punkten für uns.“

Oliver Rowland, Nr. 23, Nissan Formula E Team, sagte: „Ich war einer der Ersten, die den ATTACK MODE genommen haben. Als dann die Full-Course-Yellow-Phase kam und ich fünf Plätze verloren hatte, dachte ich, mein Rennen sei gelaufen. Aber wir waren sehr effizient und ich konnte Energie sparen und war am Ende noch richtig schnell – die Pace war der entscheidende Faktor. Ich habe mich riesig über das Podium gefreut. Es ist wie immer ein großartiges Event, das die Formel E hier auf die Beine stellt – mit dieser Kulisse ist es ein absolutes Vergnügen, hier zu fahren. Ich hoffe, die Fans hatten genauso viel Spaß.“
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