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FIA Formel E
15.08.2026

Mortara setzt Bestzeit im 2. Freien Training in London - Wehrlein Zweiter

Edoardo Mortara hat im 2. Freien Training des London E-Prix die Bestzeit gesetzt. Der Mahindra-Racing-Pilot fuhr auf dem London ExCeL Circuit eine Runde in 1:07,284 Minuten und war damit 0,254 Sekunden schneller als Pascal Wehrlein im Porsche. Nico Müller komplettierte als Dritter das starke Ergebnis des Porsche-Teams. Die offizielle Veranstaltung findet am 15. und 16. August 2026 im ExCeL London statt.

Taylor Barnard bestätigte seine gute Form und belegte im DS Penske den vierten Platz. Mitch Evans, der am Freitag im 1. Freien Training noch die Bestzeit für Jaguar TCS Racing erzielt hatte, wurde diesmal Fünfter. Jake Dennis folgte im Andretti auf Rang sechs. Die ersten sechs Fahrer lagen innerhalb von 0,479 Sekunden – damit deutet sich vor dem Qualifying eine äußerst enge Entscheidung an.


Dennis zunächst an der Spitze

Jake Dennis erwischte erneut einen schnellen Start in die Session. Der Andretti-Pilot setzte zunächst die Bestzeit und zeigte damit erneut seine Stärke auf dem Londoner Kurs. Hier hatte der Brite bereits in der Saison 2022/23 seinen Weltmeistertitel gewonnen.

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Für Dennis steht an diesem Wochenende besonders viel auf dem Spiel. Der amtierende Meister gehört zu den neun Fahrern, die vor den letzten beiden Saisonrennen noch mathematische Chancen auf den Titel haben. Jeder Punkt ist damit im Kampf um die Weltmeisterschaft von Bedeutung.
 

Rowland streift die Mauer

Oliver Rowland erlebte dagegen einen kurzen Rückschlag. Der Nissan-Pilot streifte bei einer seiner Runden die Streckenbegrenzung und beschädigte dabei leicht die Lenkung. Das Nissan-Team konnte das Problem jedoch beheben, sodass der amtierende Weltmeister anschließend wieder auf die Strecke gehen konnte.
Rowland benötigt in London ein starkes Ergebnis, um seine Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung zu wahren. Im 2. Freien Training kam er allerdings nicht über Rang 14 hinaus und lag 0,891 Sekunden hinter der Bestzeit.
 

Müller erhält Schwarz-Weiß-Flagge

Auch Nico Müller geriet in den Fokus der Rennleitung. Der Porsche-Pilot erhielt eine Schwarz-Weiß-Flagge wegen Fahrstandards in Kurve 20. Müller hatte auf der Start-Ziel-Geraden mehrfach die Linie gewechselt und war dabei einem Nissan gefährlich nahe gekommen.

Kurz vor dem Ende wurde zudem Pascal Wehrlein wegen einer möglichen Berührung mit Felipe Drugovich untersucht. An beiden Fahrzeugen wurden keine Schäden festgestellt. Drugovich erhielt später ebenfalls eine Schwarz-Weiß-Flagge.
 

Mortara übernimmt die Spitze

Fünf Minuten vor dem Ende lag schließlich Edoardo Mortara an der Spitze. Der Mahindra-Pilot hatte bereits am Freitag eine konkurrenzfähige Pace gezeigt und konnte diese Leistung nun bestätigen.

Mit 1:07,284 Minuten setzte Mortara eine klare Bestmarke. Wehrlein fehlten 0,254 Sekunden, Müller lag 0,290 Sekunden zurück. Taylor Barnard folgte mit 0,365 Sekunden Rückstand auf Rang vier, Evans lag als Fünfter 0,412 Sekunden zurück.

Mortara unterstreicht damit zugleich seine Qualifying-Stärke. Der Mahindra-Pilot hat in dieser Saison bereits vier Julius-Bär-Pole-Positions erzielt und kann im anschließenden Qualifying seine fünfte Pole der Saison holen.
 

Envision im Mittelfeld

Für Envision Racing verlief die Session solide. Sébastien Buemi belegte Rang zehn mit 0,577 Sekunden Rückstand. Teamkollege Joel Eriksson wurde Zwölfter und lag 0,766 Sekunden hinter Mortara.

Für beide Fahrer ist das London-Wochenende gleichzeitig das letzte für Envision Racing. Das Team hatte unmittelbar vor dem Saisonfinale bestätigt, dass sowohl Buemi als auch Eriksson nach der Saison ausscheiden werden. Für die kommende Saison sind damit bei Envision zwei Cockpits neu zu besetzen.
Enges Qualifying erwartet

Das 2. Freie Training hat die Kräfteverhältnisse vor dem Qualifying weiter verdichtet. Zwischen Mortara an der Spitze und Jake Dennis auf Rang sechs lagen weniger als eine halbe Sekunde. Porsche war mit Wehrlein und Müller besonders stark vertreten, während Mahindra mit Mortara und de Vries ebenfalls beide Fahrzeuge in den Top sieben platzieren konnte.

Im Mittelpunkt steht jedoch weiterhin der Titelkampf. Neun Fahrer haben vor den letzten beiden Rennen noch mathematische Chancen auf die Weltmeisterschaft. Gleichzeitig geht in London die GEN3-Ära der Formel E zu Ende. Ab der Saison 2026/27 beginnt mit der GEN4-Generation ein neues Kapitel der Meisterschaft.

Das Qualifying für den ersten London E-Prix beginnt um 11:40 Uhr MESZ, das Rennen folgt um 16:05 Uhr MESZ. Am Sonntag stehen das 3. Freie Training, ein weiteres Qualifying und das letzte Rennen der Saison auf dem Programm.
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