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FIA Formel E
02.02.2026

Maximilian Günther: „Wäre ein sehr positives Wochenende gewesen”

Maximilian Günther und DS Penske entschieden sich beim Miami E-Prix unter gemischten Bedingungen für eine trockene Abstimmungsstrategie. Da die Strecke jedoch zu keinem Zeitpunkt vollständig abtrocknete, geriet Günther von Beginn an ins Hintertreffen.

Die Pace auf dem Kurs rund um das Hard Rock Stadium in Miami sah in den freien Trainings vielversprechend aus. Die Arbeit seit dem Mexiko-City-E-Prix zeigte Wirkung und brachte sowohl Fahrer als auch Fahrzeug klar in die richtige Richtung. Entsprechend zuversichtlich ging Günther ins Qualifying, mit dem Ziel, wieder in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen und wichtige Punkte zu sammeln.

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Um lediglich 0,006 Sekunden verpasste Günther im Qualifying die Duelle, weshalb er den zehnten Startplatz belegte. Der Start aus den Top Ten sowie das starke Gefühl im DS E-TENSE FE25 ließen dennoch auf ein Ergebnis unter den ersten Fünf oder sogar einen Podiumskampf hoffen.

Der den ganzen Tag über angekündigte Regen setzte schließlich zwischen Qualifying und Rennen ein und hinterließ eine Strecke, die weder vollständig nass noch trocken war. In der FIA Formula E kommt ein Einheitsreifen für alle Wetterbedingungen zum Einsatz, wodurch die Reifenperformance in erster Linie über den Reifendruck beeinflusst wird. Gerade feuchte Strecken zählen daher zu den unberechenbarsten Szenarien im Championat.

DS Penske entschied sich dazu, die Strategien zwischen den beiden Fahrzeugen aufzuteilen: Günther ging mit einer trockenen Abstimmung an den Start, während sein Teamkollege auf ein nassorientiertes Setup setzte. Ziel war es, für beide Wetterentwicklungen bestmöglich aufgestellt zu sein – in der Hoffnung, dass die Strecke im Rennverlauf abtrocknen würde.

Beim Start hatten jedoch die Fahrer mit der nassorientierten Abstimmung klar Vorteile, und Günther verlor Positionen. Trotz aller Bemühungen fehlte der nötige Grip, um den Rückstand aufzuholen. Da die Strecke während des gesamten Rennens nicht ausreichend abtrocknete, ging die Strategie nicht auf, und es entwickelte sich ein schwieriges und einsames Rennen, das Günther auf Platz 19 beendete.

Als Nächstes steht für die FIA Formula E das erste Double-Header-Wochenende der Saison in Diriyah an, das in wenigen Wochen ausgetragen wird. Die positiven Eindrücke aus den trockenen Bedingungen in Miami stimmen Maximilian Günther und DS Penske optimistisch. Mit zwei Rennen an einem Wochenende sowie der Rückkehr des Pit-Boost-Formats bietet sich eine große Chance, wieder entscheidend in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen.

Maximilian Günther: „Ich würde sagen, unter trockenen Bedingungen wäre es ein sehr positives Wochenende gewesen. Wir hatten eine sehr starke Pace im zweiten freien Training sowie im Qualifying. In der Gruppenphase sind wir auf meiner Seite leider etwas unter den Möglichkeiten geblieben – rein in der Umsetzung, da haben wir etwas nicht ganz richtig gemacht. Deshalb war es am Ende nur Platz fünf in der Gruppe. Wir haben aber sehr genau verstanden, woran es lag, und wussten, dass die Pace definitiv da war. Für die Zukunft ist es sehr positiv zu sehen, wie stark wir unter trockenen Bedingungen sind. Auf der falschen Strategie zu sein, gehört einfach zum Motorsport dazu – manchmal läuft es eben so. Wir ziehen unsere Lehren daraus und machen weiter. Wir sind mit dem Auto und dem grundsätzlichen Ansatz ein Risiko eingegangen, das sich nicht ausgezahlt hat, wodurch es heute keine Chance gab, um die Punkte zu kämpfen. Wenn man ein Auto auf bestimmte Bedingungen optimiert und diese Bedingungen dann nie eintreten, wird es zwangsläufig ein schwieriges Rennen.”
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