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FIA Formel E
05.05.2026

Maximilian Günther: „Paket stimmt – müssen es nur perfekt umsetzen”

Es war ein Wochenende mit gemischten Ergebnissen für Maximilian Günther bei seinem Heimrennen. Sowohl seine Pace als auch das Gesamtpaket des Fahrzeugs zeigten großes Potenzial, dennoch blieb der Lohn in Form von Punkten beim Berlin E-Prix-Doppelrennen aus. Es gab jedoch viele positive Erkenntnisse und wichtige Learnings, die beim nächsten Doppelrennen in Monaco umgesetzt werden sollen.

Das erste Rennen des Wochenendes sah die Rückkehr des Pit Boost, eines strategischen Elements, das die Rennstrategie maßgeblich beeinflusst. In Kombination mit dem bekannten hohen Reifenmanagement beim Berlin E-Prix war dies ein weiterer Faktor, den Maximilian und DS PENSKE berücksichtigen mussten. Die Trainings verliefen stark, und Maximilian zeigte das Potenzial des DS-ETENSE FE25, was ihm eine positive Ausgangslage für das Qualifying verschaffte.

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Das Qualifying war extrem eng, und leider fehlten Maximilian nur wenige tausendstel Sekunden, um in die Duellphase einzuziehen. Mit Platz 6 in Gruppe B startete er von Position 11 ins Rennen. Der Start verlief zu seinen Gunsten: Mit einem starken Antritt arbeitete er sich bereits in der ersten Runde in die Top-Ten vor. Das Team unterstützte ihn beim Reifenmanagement, während er sich durch das Feld kämpfte und sich an die Spitze setzte, um nach den Pit-Boost-Stopps in Angriffsposition zu sein.

Der Pit Boost brachte Maximilian jedoch ins Hintertreffen. Weder ein Undercut noch ein Overcut wurde umgesetzt, sodass er sich in einer ungünstigen Position wiederfand und viele Plätze gutmachen musste, um wieder in die Punkte zu gelangen. Obwohl ein später Attack Mode ihm Vorteile gegenüber seinen direkten Konkurrenten verschaffte, reichte es am Ende knapp nicht für Punkte.

Für das Sonntagsrennen – ohne Pit Boost, dafür mit zwei Attack Modes – hatten DS PENSKE und Maximilian eine klarere Strategie. Der Fokus lag auf dem Qualifying, und ein zweiter Platz im letzten Training gab ihm das nötige Selbstvertrauen für die entscheidende Runde.

Wie typisch für die FIA Formula E ist das Qualifying extrem umkämpft. Kleinigkeiten entscheiden über Einzug oder Ausscheiden. In Maximilians Fall waren es diesmal die Reifentemperaturen. Der sensibel auf Reifen reagierende Berliner Kurs brachte ihn erneut ins Hintertreffen, sodass er erneut von Platz 11 starten musste.

Aufgrund einer Drei-Platz-Strafe wegen Behinderung aus dem Qualifying startete er schließlich von Position 14. Dennoch gelang ihm erneut ein starker Start, und er kämpfte sich wieder nach vorne, führte das Rennen zeitweise sogar an.

Entscheidend war das Timing der Attack Modes, das Maximilian und DS PENSKE nahezu perfekt umsetzten. Im Kampf um die Top-Sechs schien seine punktelose Serie zu enden. Doch ein technisches Problem beim Re-Start nach einer Full Course Yellow Phase in der vorletzten Runde führte zu einem kurzfristigen Leistungsverlust, der ihn ans Ende des Feldes zurückwarf. Trotz einer starken Aufholjagd reichte es nicht mehr für die Top-Ten.

In zwei Wochen geht es für Maximilian und DS PENSKE nach Monaco - sein zweites Heimrennen und erneut ein Doppelrennen. Monaco zählt zu seinen Lieblingsstrecken, und mit einem starken Gesamtpaket hofft er auf zwei solide Rennen auf dem prestigeträchtigen Kurs.

Maximilian Günther: „Ich glaube, das ist mein Rekord an elften Plätzen in dieser Saison. Das zeigt eigentlich, dass wir einen guten und soliden Job machen und ein gutes Verständnis für das Auto und das Gesamtpaket haben. Aber manchmal reicht es eben nicht für Punkte. Das fasst auch den heutigen Tag und das Wochenende ganz gut zusammen. Wir sind sehr stark in Rennen 1 gestartet und waren im Training sehr konkurrenzfähig. Im Qualifying hat dann einiges nicht ganz gepasst, weshalb wir auf Platz 11 gelandet sind. Ich denke, da war deutlich mehr möglich. Im Rennen bin ich von Platz 11 gestartet und auch auf Platz 11 ins Ziel gekommen. Es ist viel passiert, aber ich denke, wir haben in der ersten Phase einen sehr guten Job gemacht. Wir sind nach vorne gefahren, was absolut richtig war. Beim Pit Boost waren wir dann nicht entschlossen genug, wodurch wir Plätze verloren haben. Das war der Wendepunkt im Rennen. Wir haben weder einen klaren Under- noch Overcut gemacht, sondern etwas dazwischen – das hat uns Pace gekostet. Wir waren im falschen Zug und haben viele Positionen verloren. Danach ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Mit einem späten Attack Mode konnten wir uns wieder nach vorne kämpfen und waren knapp dran an den Punkten. Rennen 2 war eine ähnliche Geschichte. Im dritten Training waren wir sehr stark und gehörten zu den Schnellsten. Ich habe mich im Auto sehr wohlgefühlt. Leider konnten wir das im Qualifying nicht umsetzen. Die Reifentemperatur war in der ersten Runde nicht optimal, und diese erste Runde war entscheidend. Das hat unsere Startposition stark beeinflusst. Trotzdem war ich zuversichtlich, denn im Rennen war alles möglich. Ich denke, wir sind ein sehr starkes Rennen gefahren. Wir haben alles gegeben und uns mit Platz 8 in eine gute Position gebracht. Doch beim Restart nach der Full Course Yellow in der vorletzten Runde haben wir an Motorleistung verloren, und damit war das Rennen praktisch gelaufen. Es ist hart, ganz nach hinten zurückzufallen, wenn man so hart für Punkte gearbeitet hat. Aber manchmal ist das einfach so. Ein weiteres schwieriges Wochenende ohne Punkte, aber wir nehmen die positiven Aspekte mit. Das Potenzial des Autos ist da. Wenn wir die kleinen Dinge besser hinbekommen, werden wir wieder in die Punkte fahren. Das nächste Rennen ist in Monaco - ich liebe diese Strecke. Für mich die beste im Kalender. Zwei Heimrennen hintereinander sind etwas ganz Besonderes, und ich hoffe, dass wir ein starkes Wochenende haben. Das Paket stimmt – wir müssen es nur perfekt umsetzen.“
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