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FIA Formel E
05.05.2026

Letzter Auftritt von DS Automobiles auf deutschem Boden

Am vergangenen Wochenende trat DS Automobiles ein letztes Mal auf deutschem Boden in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft an. Auch wenn die Saison noch bis Mitte August läuft, wird das Team um die Fahrer Maximilian Günther und Taylor Barnard nicht mehr nach Berlin zurückkehren. Denn nach dieser Saison ist Schluss für DS Automobiles in der Formel E: Die Premiummarke aus Paris wird sich aus der Rennserie zurückziehen und künftig im Segelsport engagieren.

Beim sogenannten Double-Header in Berlin – also zwei Rennen an einem Wochenende – blieben die DS-PENSKE-Fahrer hinter den Erwartungen zurück. Lediglich der Brite Taylor Barnard konnte im ersten Lauf des Berlin E-Prix als Achter ins Ziel fahren und damit vier WM-Punkte sammeln. Sein deutscher Teamkollege Maximilian Günther zeigte ebenfalls eine starke Leistung, blieb beim Heimrennen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof jedoch ohne Zähler.

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Der Berlin E-Prix wurde wie gewohnt auf einer eigens angelegten Rennstrecke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof ausgetragen. Die beiden Rennen auf dem 2,3 Kilometer langen Kurs gingen über 39 Runden am Samstag und 37 Runden am Sonntag. Im ersten Lauf kam dabei der sogenannte „Pit-Boost“ zum Einsatz. Bei diesem Nachlade-Boxenstopp „tanken” die Rennwagen innerhalb von 30 Sekunden mit 600 kW zusätzliche 3,85 kWh. Dieser Halt, bei dem zehn Prozent der gesamten Rennenergie nachgeladen werden, erfordert zusätzliche strategische Entscheidungen von den Teams. Mit seinem sehr rauen Asphalt stellte der Tempelhof-Kurs wieder einmal eine weitere große Herausforderung für die Teams dar – insbesondere im Hinblick auf das Reifenmanagement.

Taylor Barnard und Maximilian Günther zeigten zu Beginn des Samstagsrennens das volle Potenzial ihrer DS E-Tense FE25. Beide Piloten des Teams DS PENSKE erwischten einen guten Start und kämpften in der Spitzengruppe. Der Deutsche führte das Rennen zeitweise sogar an, während der Brite lange Zeit ebenfalls in der Spitzengruppe fuhr.

In der zweiten Rennhälfte wirbelten die obligatorischen Boxenstopps zum „Pit-Boost“ die Positionen durcheinander. Trotz unterschiedlicher individueller Rennstrategien fielen beide Fahrer von DS Automobiles zurück. Taylor Barnard fuhr im DS E-Tense FE25 schließlich als Achter ins Ziel. Damit erzielte der Brite für sich und das Team DS PENSKE jeweils vier WM-Punkte. Maximilian Günther musste sich mit Rang 11 begnügen.

Das primäre Ziel von DS PENSKE für das zweite Rennen am Sonntag war klar definiert: ein optimales Qualifying und damit eine gute Startposition. Taylor Barnard erfüllte diese Aufgabe perfekt und qualifizierte sich mit der zweitbesten Leistung für die erste Startreihe.

Auch das Sonntagsrennen war geprägt von zahlreichen Überholmanövern und dem entscheidenden Faktor des Reifenmanagements. Taylor Barnard übernahm zunächst die Führung. In der turbulenten Schlussphase fiel der Brite allerdings auf den elften Platz zurück. In der Gesamtwertung belegt er nun den 13. Rang.

Auch Maximilian Günther lag zwischenzeitlich in Führung. Der deutsche Fahrer arbeitete sich im DS E-Tense FE25 von Position 14 aus mit einer beeindruckenden Aufholjagd bis an die Spitze vor. Ein Problem während einer Gelb-Phase machte seine Chancen auf ein gutes Ergebnis jedoch zunichte. Am Ende belegte er Rang 15 und wird nun in der Gesamtwertung auf Position 17 geführt.

Maximilian Günther (D), Fahrer Team DS PENSKE (#7): „Das erste Rennen verlief für mich sehr lebhaft. Ich lag kurzzeitig in Führung. Meiner Ansicht nach hatte ich die richtige Strategie gewählt. Leider habe ich dann einige Positionen verloren. Auch ein Problem während des Boxenstopps zum Pit-Boost hat meine Chancen auf WM-Punkte ruiniert. Auch das zweite Rennen lief zunächst gut für mich. Bis zu einem Problem während einer Gelb- Phase hatte ich eine realistische Chance auf WM-Punkte. Meine Leistung im Training über eine Runde war erneut stark. In Monaco muss ich alles daransetzen, dieses große Potenzial auch in gute Rennresultate umzusetzen.”

Taylor Barnard (UK), Fahrer Team DS PENSKE (#77): „Es tut gut, wieder Punkte geholt zu haben, auch wenn mehr möglich gewesen wäre. Hätte ich im ersten Rennen nicht ein paar kleine Fehler gemacht, wäre ich noch weiter vorne gelandet. Auch für das Sonntagsrennen hat mir das Team einen perfekten Rennwagen zur Verfügung gestellt. Der hervorragende zweite Startplatz war die Belohnung dafür. Doch wie schon öfter in dieser Saison hatte ich im Rennen Schwierigkeiten, das richtige Tempo zu finden. Das muss ich für den Monaco E-Prix ändern. Deshalb konzentriere ich jetzt meine gesamte Energie auf die nächsten Rennen.“
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