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FIA Formel E
18.05.2026

Andretti holt zweites Porsche-Podium in Monaco

Weiteres Porsche-Podium im Fürstentum: Felipe Drugovich vom Kundenteam Andretti Formula E belegte im Sonntagsrennen des Monaco E-Prix den zweiten Platz. Für den Brasilianer war es die erste Podestplatzierung in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Im 100. Rennen des Porsche Formel-E-Teams sammelte Werksfahrer Nico Müller WM-Punkte als Sechster. Teamkollege Pascal Wehrlein wurde Elfter.

Müller startete von der elften Position in das 28 Runden lange Rennen. Als erster Fahrer im Feld nutzte er einen von zwei verfügbaren Attack Modes und übernahm in der sechsten Runde die Führung. Nach einer Berührung mit einem Konkurrenten in der Rascasse-Haarnadel fiel der Schweizer zurück und beendete das Rennen auf Platz 7. Ex-Weltmeister Wehrlein ging von Platz 14 ins Rennen und arbeitete sich zwischenzeitlich bis in die Punkteränge nach vorne, fiel jedoch wieder zurück und überquerte die Ziellinie als Zwölfter. Aufgrund einer nachträglichen Strafe gegen Drugovichs Teamkollegen Jake Dennis rückten sowohl Müller als auch Wehrlein je eine Positions vor. Dennis wurde als Zwölfter gewertet.

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Dan Ticktum vom Porsche-Kundenteam Cupra Kiro holte wie bereits am Samstag die Pole-Position. Eine Beschädigung am Fahrzeug nach einem Kontakt sowie eine Strafe warfen den Briten im Rennverlauf jedoch zurück auf den 14. Platz. Teamkollege Pepe Martí schied nach einer Kollision vorzeitig aus. Durch den dritten Platz des Spaniers am Vortag holten die Porsche-Kundenteams zwei Podiumsplatzierungen im Fürstentum.

Das Sonntagsrennen des Monaco E-Prix war das 100. Formel-E-Rennen des Porsche Formel-E-Teams. Seit dem Einstieg in die vollelektrische Weltmeisterschaft zu Beginn der Saison 2019/2020 feierte das Werksteam 15 Siege, 38 Podestplätze und 12 Pole-Positions. Den bislang größten Erfolg erzielte die Mannschaft in der vergangenen Saison mit dem Gewinn der Teamwertung. Im Jahr zuvor hatte Pascal Wehrlein die Fahrerweltmeisterschaft gewonnen.

Unter dem Motto „Racing for Charity“ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller beim zehnten Saisonrennen in Monaco die maximale Anzahl an Runden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 261.200 Euro.

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Mit Platz 6 für Nico haben wir wichtige Punkte geholt – ein starkes Rennen von ihm. Nach einer guten Trainings-Session am Morgen lief das Qualifying nicht gut. Beide Fahrer hatten mit fehlendem Grip zu kämpfen, weshalb wir nur von den Plätzen 11 und 14 gestartet sind. Nico kam schnell nach vorne und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung, kämpfte anschließend um die Punkteplatzierungen. Trotz der Kollision war noch ein gutes Ergebnis möglich. Insgesamt haben wir uns von Monaco aber mehr erhofft. Es stehen noch viele Rennen an, und wir wollen zurückschlagen. Wie immer gilt mein Dank dem gesamten Team – an der Strecke und in Weissach.“

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Insgesamt war es ein schwieriges Wochenende. Zwei Rennen ohne Punkte: Das hatte ich schon lange nicht mehr. Aber so ist die Formel E – und so ist Motorsport. Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können, analysieren alles genau und werden beim nächsten Rennen stärker zurückkommen.“

Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Im Training sah es so aus, als wären wir das Maß der Dinge. Dann kam die böse Überraschung im Qualifying. Wir hatten plötzlich keinen Grip und keine Performance mehr. Das kam unerwartet. Wir müssen verstehen, woran das lag, denn dadurch fanden wir uns im Mittelfeld wieder, was uns das Leben in einem chaotischen Rennen deutlich schwerer gemacht hat. Das Team hat strategisch sehr gute Entscheidungen getroffen, und auch die Zusammenarbeit mit Pascal war stark. Dafür bin ich dankbar. Wir hatten zwischenzeitlich sogar Chancen auf das Podium, ehe ich durch den Kontakt mit Jean-Éric Vergne die Mauer touchierte. Das hat mich erstmal neun Plätze gekostet – das Podium war damit außer Reichweite. Letztlich motiviert uns das aber nur noch mehr für die nächsten Rennen.“
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