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DTM
02.07.2026

Norisring: Deutschlands legendärer Stadtkurs

Wenn die DTM vom 03. bis 05. Juli 2026 auf dem Norisring gastiert, verwandelt sich ein Teil Nürnbergs für wenige Tage in eine der spektakulärsten Rennstrecken Europas.

Der Norisring ist Deutschlands bekanntester Stadtkurs und zugleich die einzige temporäre Rennstrecke im DTM-Kalender. Außerhalb des Rennwochenendes sind die Straßen ganz normal für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Die Wurzeln des Norisrings reichen bis ins Jahr 1947 zurück, als rund um die Steintribüne erstmals Motorradrennen ausgetragen wurden. Ein Jahr später folgten die ersten Automobilrennen. Seinen heutigen Namen erhielt der Kurs 1950 im Rahmen eines Preisausschreibens. „Noris“ ist ein allegorischer Name für die Stadt Nürnberg, der bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet wird.

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Seit 1972 wird auf der heutigen Streckenführung gefahren. Mit einer Länge von 2,162 Kilometern gehört der Norisring zu den kürzesten Rennstrecken im DTM-Kalender. Das Layout wirkt auf den ersten Blick simpel, verlangt den Fahrern jedoch höchste Konzentration ab. Lange Vollgaspassagen wechseln sich mit den beiden engen Haarnadelkurven an der Grundig- und der Dutzendteich-Kehre sowie dem schnellen Schöller-S ab. Besonders die harten Bremszonen zählen zu den anspruchsvollsten der Saison.

Nicht ohne Grund wird der Norisring häufig als das „fränkische Monaco“ bezeichnet. Zwar unterscheidet sich die Streckencharakteristik deutlich vom berühmten Stadtkurs im Fürstentum, doch auch in Nürnberg sind die Leitplanken allgegenwärtig und Fehler werden meist sofort bestraft. Die besondere Atmosphäre mit der historischen Zeppelintribüne und den dicht an der Strecke platzierten Tribünen macht den Norisring zu einem der beliebtesten Austragungsorte im internationalen Tourenwagensport.

Die DTM gehört seit ihrer Premierensaison 1984 (damals nach Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft) zum Norisring. Nach dem Ende der ursprünglichen Meisterschaft kehrte die Serie mit ihrem Neustart im Jahr 2000 dauerhaft nach Nürnberg zurück. Lediglich 2020 musste das Rennen pandemiebedingt ausfallen.

Fast schon legendär ist auch das Wetter. Über viele Jahre zeigte sich das DTM-Wochenende meist von seiner sonnigen Seite. Daraus entstand die augenzwinkernde Legende, dass viele Nürnberger ihre Sommer- und Open-Air-Feste nach dem Norisring-Termin planten – schließlich wollte niemand das traditionelle „DTM-Sonnenwetter“ verpassen.

Damit das Rennwochenende überhaupt stattfinden kann, ist jedes Jahr ein enormer organisatorischer Aufwand erforderlich. Tribünen, Leitplanken, Fangzäune und zahlreiche Sicherheitseinrichtungen werden eigens aufgebaut und nach der Veranstaltung wieder entfernt. Rund 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Motorsport Club Nürnberg e. V. (MCN) leisten dafür jedes Jahr rund 10.000 Arbeitsstunden. Ihr Engagement bildet die Grundlage dafür, dass der Norisring Jahr für Jahr mehr als 100.000 Zuschauer begeistert und seinen besonderen Platz im deutschen Motorsport behauptet.

Hier der komplette Zeitplan des Norisring-Wochenendes. 
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