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DTM
12.09.2026

Marco Wittmann gewinnt turbulentes DTM-Rennen auf dem Sachsenring

Marco Wittmann hat das erste DTM-Rennen auf dem Sachsenring gewonnen. Der Schubert-Motorsport-Pilot setzte sich in einem turbulenten Lauf mit zahlreichen Zwischenfällen gegen Jules Gounon und Thomas Preining durch. Für den Franken war es der 21. Sieg in der DTM und nach seinem Erfolg auf dem Nürburgring bereits der zweite Sieg in Folge.

Wittmann erwischte einen guten Start und konnte seine Position an der Spitze behaupten. Dahinter verlief die erste Runde ausgesprochen chaotisch. Thomas Preining kam nicht optimal weg und verlor unmittelbar Positionen an Jules Gounon und Kelvin van der Linde. Im dicht gedrängten Feld kam es zu mehreren Berührungen.

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Bastian Buus drehte sich mit dem Audi von Land Motorsport ins Kiesbett. Auch Marco Mapelli wurde in einen Zwischenfall verwickelt und stand zeitweise quer zur Strecke. Mehrere weitere Autos bekamen bei den zahlreichen Kontakten etwas ab. Die Rennleitung reagierte und schickte das Safety Car auf die Strecke.

Zahlreiche Szenen der Startphase wurden anschließend untersucht. Unter anderem standen Wittmann, Preining, van der Linde und Maro Engel im Fokus der Rennleitung. Auch der Zwischenfall mit Buus wurde überprüft.
 

Frühes Aus für Luca Engstler

Besonders bitter verlief die Anfangsphase für Luca Engstler. Der Lamborghini-Pilot war zunächst langsam unterwegs und musste sein Auto wenig später abstellen. Engstler erklärte anschließend, dass sein Ausfall eine Folge des Startunfalls gewesen sei.

„Ich hatte einen guten Start, aber vorne gab es viele Berührungen und viel Staub“, schilderte Engstler. Auf der Innenseite habe sich vor ihm ein Auto gedreht, anschließend sei er getroffen worden. „Da war ich nur noch Passagier. Ich weiß nicht genau, welches Auto mich getroffen hat. Super ärgerlich, Rennen beendet.“

Damit war klar, dass kein unabhängiger technischer Defekt für den Ausfall verantwortlich war, sondern der Schaden aus der turbulenten Startphase.

Auch für Buus entwickelte sich das Rennen zu einer schwierigen Angelegenheit. Der Land-Pilot durfte sich während der Safety-Car-Phase zunächst zurückrunden und anschließend wieder zum Feld aufschließen. Nach Einschätzung der Rennleitung war er nicht der Auslöser des Zwischenfalls gewesen.

Doch wenig später meldete Buus über Funk einen schleichenden Plattfuß. Nach den heftigen Kontakten musste er zum Reifenwechsel an die Box. Der Stopp ging zwar schnell über die Bühne, doch kurz darauf wurde das Rennen wieder freigegeben. Buus musste dem Feld hinterherfahren und schied später endgültig aus.

Auch Timo Glock musste früh die Box ansteuern. Aufgrund der langen Unterbrechung wurde die Renndistanz auf 55 Minuten plus drei Runden angepasst.
 

Wittmann führt beim Restart

Beim Restart lag Wittmann vor Gounon und van der Linde. Dahinter begann sich das Feld neu zu sortieren. Preining arbeitete sich wieder nach vorne und zeigte im weiteren Rennverlauf eine starke Pace.

Für Aufregung sorgte auch Nicki Thiim. Nach einem von der Rennleitung als unfair bewerteten Überholmanöver musste der Aston-Martin-Pilot die gewonnene Position wieder an Tom Kalender zurückgeben. Thiim ließ Kalender passieren und erfüllte damit die Anweisung.

Wenig später trafen beide erneut aufeinander. Thiim setzte Kalender wieder unter Druck und ging schließlich erneut vorbei. Auch danach ließ der Aston-Martin-Pilot nicht locker und kämpfte sich weiter durch das Feld.

Mit der Öffnung des Boxenstoppfensters rückte die Strategie in den Mittelpunkt. Während ein Teil des Feldes früh stoppte, zögerten andere ihren Pflichtstopp deutlich hinaus. Lucas Auer gehörte zu den Fahrern, die sehr lange draußen blieben.

Nach Abschluss der entscheidenden Stopps führte Wittmann vor Gounon und Preining. Kelvin van der Linde folgte auf Rang vier, während Maro Engel immer näher an den BMW herankam.
 

Preining mit starkem Tempo

Preining gehörte zeitweise zu den schnellsten Fahrern im Feld. Der Porsche-Pilot fuhr Rundenzeiten im Bereich von 1:19 Minuten und war phasenweise mehrere Zehntelsekunden schneller als die unmittelbare Konkurrenz.

Allerdings musste Preining sein Tempo immer wieder reduzieren. Der Reifenabbau spielte auf dem Sachsenring eine zunehmend große Rolle. Gegen Rennende lagen die Rundenzeiten rund zwei Sekunden über den Bestwerten aus der schnellsten Rennphase.

Vorne blieb Wittmann unterdessen unter Druck. Gounon hielt den Abstand gering, während Preining dahinter immer wieder versuchte, erneut an das Führungsduo heranzukommen.

Maro Engel zeigte ebenfalls ein starkes Rennen. Von Startplatz acht arbeitete sich der Mercedes-AMG-Pilot nach vorne und hing in der Schlussphase unmittelbar hinter Kelvin van der Linde. Mehrfach versuchte Engel, sich für einen Angriff in Kurve eins in Position zu bringen. Van der Linde verteidigte jedoch konsequent.


Beschädigter Porsche bei Feller

Ricardo Feller hatte unterdessen mit einem deutlich beschädigten Porsche zu kämpfen. Während der Fahrt lösten sich größere Karosserieteile vom Fahrzeug. Offenbar handelte es sich um eine Spätfolge eines vorherigen Kontakts. Feller machte seinem Ärger anschließend auch über Funk Luft.

Für Lucas Auer entwickelte sich die Schlussphase dagegen deutlich positiver. Nach seinem schwierigen Qualifying und dem Defekt an der Radnabe hatte Mercedes-AMG Team Landgraf das Auto für das Rennen wieder einsatzbereit gemacht.

Auer hatte seinen Pflichtstopp sehr spät absolviert und verfügte dadurch in der Schlussphase über vergleichsweise frische Reifen. Er machte mehrere Positionen gut, ging unter anderem am beschädigten Porsche von Feller vorbei und arbeitete sich wieder bis in die Punkteränge nach vorne.
 

Gounon setzt Wittmann bis zum Schluss unter Druck

An der Spitze lief alles auf die Entscheidung zwischen Wittmann und Gounon hinaus. Preining kam zwischenzeitlich noch einmal näher, musste anschließend jedoch wieder etwas abreißen lassen.

Gounon dagegen blieb am BMW. In den letzten Runden betrug der Abstand teilweise nur wenige Zehntelsekunden. Wittmann ließ sich jedoch nicht zu einem Fehler verleiten und verteidigte seine Führung.

Auch Engel setzte seinen Angriff auf van der Linde bis in die Schlussphase fort, fand aber zunächst keinen Weg am BMW vorbei. Angesichts der wichtigen Meisterschaftspunkte wurde das Risiko eines Kontakts für die Titelkandidaten zunehmend größer.

Wittmann hielt dem Druck an der Spitze stand und brachte seinen BMW schließlich als Erster über die Ziellinie. Jules Gounon wurde Zweiter, Thomas Preining komplettierte das Podium auf Rang drei.

Für Wittmann war es ein weiterer wichtiger Schritt im Titelkampf. Nach seinem Sieg auf dem Nürburgring gewann der zweimalige DTM-Champion nun auch das Samstagsrennen auf dem Sachsenring. Es war der 21. DTM-Sieg seiner Karriere und der zweite Erfolg in Serie.
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