DTM
10.07.2026
Gottfried Grasser: „War ein dunkles Wochenende”
Beim Trainingsauftakt auf dem nur 2,162 Kilometer langen Norisring hatte Maximilian Paul am Freitag einen vielversprechenden zweiten Platz belegt. Mirko Bortolotti zeigte mit Position fünf ebenfalls einen guten Start in das vierte Rennwochenende der DTM-Saison 2026. In der zweiten Session landete das TGI Team by GRT mit beiden Fahrern in den Top-10 im DTM-Feld von 21 GT3-Fahrzeugen. Das wegen der kurzen Runde in zwei Gruppen geteilte Qualifying beendeten Maximilian Paul und Mirko Bortolotti am Samstag auf den Plätzen neun und elf.
Im ersten Rennen über 55 Minuten plus eine Runde lagen beide nach dem Start in den Top-10. Maximilian Paul wurde für eine inkorrekte Position im Startkorridor mit einer Penalty Lap belegt, wodurch er auf Platz 20 zurückfiel. Ein langer erste Stint ebnete ihm den Weg zurück in die Punkteränge, doch kurz vor dem Boxenstopp verlor er auf der Ölspur eines anderen Fahrzeugs vor Kurve eins die Kontrolle und kollidierte mit einem Konkurrenten. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen. Maximilian Paul erlitt bei dem Zwischenfall eine Verletzung am linken Unterschenkel, die am Wochenende bereits erfolgreich operiert wurde. Mirko Bortolotti beendete das Samstagsrennen nach dem Restart auf Platz acht.
Am Sonntag war das TGI Team by GRT ausschließlich mit Mirko Bortolotti am Start. In seiner Qualifying-Gruppe belegte der Italiener einen soliden vierten Platz, was ihm Startplatz sieben im kombinierten Grid einbrachte. Kurz nach dem Start des Rennens ging ein schwerer Regenschauer über dem Norisring nieder. Ein Zwischenfall im hinteren Feld sorgte nach nur zehn Minuten für eine Unterbrechung. Beim Restart mit Regenreifen behauptete sich Mirko Bortolotti im Verfolgerfeld und übernahm die sechste Position. Auf abtrocknender Strecke ließ die Pace des Pakets nach dem Wechsel auf Slicks jedoch nach. Im Ziel belegte der 36-Jährige den elften Platz.
Das nächste Rennwochenende in der DTM findet für das TGI Team by GRT vom 24. bis 26. Juli in Oschersleben statt. Die Bekanntgabe eines Ersatzfahrers für Maximilian Paul erfolgt zu gegebener Zeit. Die gesamte Familie des TGI Team by GRT wünscht seinem Fahrer eine schnelle Genesung und hofft, ihn bald in alter Stärke zurück im Cockpit seines Lamborghini Temerario GT3 zu sehen.
Mirko Bortolotti: "P8 und P11 waren das Maximum, das wir an diesem Wochenende erreichen konnten. Ich bin zufrieden, dass wir unser Paket erneut ausgeschöpft und in beiden Rennen gute Punkte geholt haben. Leider sind wir immer noch nicht in der Lage, mit der Konkurrenz mitzuhalten, was frustrierend ist. Ich weiß, wozu wir fähig sind, wenn wir die Mittel haben, um auf Augenhöhe zu kämpfen. Das Team hat das gesamte Wochenende über einen hervorragenden Job gemacht, und ich bin dankbar für all die harte Arbeit und den Einsatz. Der Samstag war wegen des Unfalls von Max ein schwieriger Tag für uns alle. Nach dem Rennen bin ich ins Krankenhaus gefahren, um ihn und Kelvin zu besuchen. Ich war froh, dass Kelvin sofort entlassen wurde. Max ist ein Kämpfer, und ich bin erleichtert, dass seine Genesung in eine positive Richtung verläuft. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung und habe keinen Zweifel daran, dass er stärker denn je zurückkommen wird."
Maximilian Paul: "Der Unfall war für mich ein großer Rückschlag. Mein Dank gilt allen Ersthelfern und den Ärzten, die mich so hervorragend betreut haben. Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Ich ziehe mich bis auf Weiteres zurück, um mich um meinen Körper und meine Gesundheit zu kümmern, und werde bald wieder voll angreifen. Die nächsten Tage bin ich noch im Krankenhaus, anschließend geht es für mich in die Reha. Ich weiß die Unterstützung meiner Familie, meines Teams, meiner Freunde und aller, die aktuell an mich denken, sehr zu schätzen und werde mich in der kommenden Zeit bewusst auf diesen Support und meine Heilung fokussieren. Ich danke euch allen von Herzen für die vielen netten Worte und Genesungswünsche. Sie geben mir Kraft und stärken mich auf meinem Weg zurück."
Gottfried Grasser, Teamchef: "Es war für uns leider ein dunkles Wochenende. Der Unfall von Max hat uns alle sehr mitgenommen. Wir haben eine Ölspur als Ursache ausgemacht, nachdem schon das gesamte Rennen über ein anderes Fahrzeug die Flüssigkeit verloren hatte. Er hat dann beim Anbremsen darauf die Kontrolle verloren. Zu einem anderen Schluss konnten wir in unserer Analyse nicht kommen, denn am Fahrzeug war nach einer eingehenden Untersuchung kein technischer Grund festzustellen. Wir alle vom TGI Team by GRT wünschen Max, dass er schnell wieder fit wird und bald zu uns zurückkehrt. Wir wissen, dass er ein Kämpfer ist und diese schwere Zeit meistern wird. Sportlich gibt es zum Wochenende nicht allzu viel zu sagen. Es war wie immer unser Anspruch, das Potenzial des Pakets im Rahmen der Möglichkeiten auszuschöpfen. Im Moment gelingt unserem Team und den Fahrern das mit einer zufriedenstellenden Konstanz, aber es fehlt einfach die Performance, um zur Spitze aufzuschließen."





