Für Seyffarth Motorsport war der Auftritt auf dem Sachsenring in vielerlei Hinsicht Neuland. Der Gaststart in der DTM war erst kurzfristig zustande gekommen.
Entsprechend groß waren die Herausforderungen für die Mannschaft. Neben der Arbeit am Audi mussten die speziellen Abläufe eines DTM-Wochenendes innerhalb kürzester Zeit vorbereitet werden.
Ein besonderes Thema waren dabei die Performance-Boxenstopps. „Das Thema Boxenstopp war für uns Neuland. Wir haben dabei aber viel Unterstützung bekommen. Audi hat uns geholfen, ebenso Attempto Racing und Paul Motorsport. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken“, sagt Tobias Seyffarth.
Die Unterstützung zahlte sich aus. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit funktionierten die Abläufe an der Box bereits beim ersten DTM-Wochenende. Gleichzeitig gewöhnte sich auch Simon Connor Primm immer besser an die Anforderungen in dem hochkarätig besetzten Feld.
Rennen eins auf Position 15 beendet
Bereits am Samstag sammelten Fahrer und Mannschaft wichtige Erfahrungen unter Rennbedingungen. Primm brachte den Audi bei seinem ersten DTM-Rennen auf Position 15 ins Ziel.
Dabei ging es für Seyffarth Motorsport nicht ausschließlich um das Endergebnis. Für die Mannschaft war es wichtig, die Abläufe eines DTM-Rennens kennenzulernen und insbesondere die Performance-Boxenstopps unter Wettbewerbsbedingungen umzusetzen.
Nach dem ersten Renntag konnte das Team bereits ein positives Zwischenfazit ziehen. Gleichzeitig standen zahlreiche Erkenntnisse zur Verfügung, die unmittelbar in die Vorbereitung auf den Sonntag einfließen konnten.
Startplatz zwölf für Primm am Sonntag
Im zweiten Qualifying folgte eine weitere Steigerung. Primm qualifizierte sich für Startposition zwölf und schuf damit eine gute Ausgangslage für das zweite Rennen des Wochenendes.Dort konnte der DTM-Neuling seine Konkurrenzfähigkeit noch deutlicher unter Beweis stellen. Primm arbeitete sich im Verlauf des Rennens nach vorne und wurde zwischenzeitlich auf Position fünf geführt.
Auch bei den Rundenzeiten setzte der junge Pilot ein Ausrufezeichen. Im ersten Drittel von Rennen zwei fuhr Primm die zu diesem Zeitpunkt schnellste Rennrunde des gesamten DTM-Feldes. Damit unterstrich der DTM-Debütant, dass die Pace vorhanden war, um sich auch gegen die etablierte Konkurrenz zu behaupten.
Ein kurzer Ausritt ins Kiesbett warf Primm anschließend zurück. Der Zwischenfall blieb jedoch ohne größere Folgen, sodass er das Rennen fortsetzen konnte. Am Ende wurde der Audi von Seyffarth Motorsport auf Position 17 gewertet.
Boxenstopps funktionieren beim ersten DTM-Einsatz
Eine der großen Herausforderungen des Wochenendes waren für Seyffarth Motorsport die in der DTM vorgeschriebenen Performance-Boxenstopps. Die dafür notwendigen Abläufe waren für die Mannschaft Neuland und mussten innerhalb kürzester Zeit vorbereitet werden.Im zweiten Rennen kam Primm für seinen ersten Performance-Boxenstopp bereits in Runde fünf an die Box. Die reine Standzeit betrug 8,7 Sekunden. Damit zeigte die Mannschaft, dass die intensive Vorbereitung und die Unterstützung im Vorfeld Wirkung gezeigt hatten.
Gerade angesichts der kurzen Vorlaufzeit konnte Seyffarth Motorsport mit der Umsetzung der für das Team neuen Abläufe zufrieden sein.
Seyffarth: „Wir können wirklich glücklich sein“
Entsprechend positiv fiel nach dem Rennwochenende das Fazit von Tobias Seyffarth aus.
„Wir können mit unserem ersten Wochenende in der DTM wirklich glücklich sein. Das gesamte Team hat einen klasse Job gemacht. Gerade die Performance-Boxenstopps waren für uns im Vorfeld ein großes Thema, weil diese Abläufe für uns Neuland waren. Aber das hat sehr gut funktioniert“, so Seyffarth.
Auch die Leistung von Simon Connor Primm hebt er hervor: „Simon hat einen richtig starken Job gemacht. Im zweiten Rennen lag er zwischenzeitlich auf Platz fünf und konnte mit der zu diesem Zeitpunkt schnellsten Rennrunde zeigen, welche Pace vorhanden war. Natürlich war der Ausritt ins Kiesbett schade, aber insgesamt können wir mit seiner Leistung sehr zufrieden sein.“
Dank an Audi und die DTM
Die Unterstützung durch Audi half der Mannschaft dabei, sich innerhalb kurzer Zeit auf die Anforderungen des DTM-Wochenendes einzustellen. Auch die Aufnahme in der DTM hinterließ beim Team einen positiven Eindruck.„Ohne diese Hilfe wäre es für uns deutlich schwieriger gewesen, innerhalb so kurzer Zeit alles umzusetzen. Gleichzeitig möchten wir uns bei der DTM bedanken. Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden und haben uns vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt“, sagt Tobias Seyffarth.
Damit endete das erste DTM-Wochenende von Seyffarth Motorsport mit einem positiven Fazit. Beide Rennen wurden beendet, die für das Team neuen Performance-Boxenstopp-Abläufe funktionierten und Primm konnte mit seiner Geschwindigkeit auf sich aufmerksam machen.
Für Seyffarth Motorsport war der Gaststart auf dem Sachsenring damit mehr als nur ein erstes Kennenlernen: Team und Fahrer haben bei ihrem DTM-Debüt gezeigt, dass sie sich in diesem Umfeld nicht verstecken müssen.





