Die Entscheidung fiel erst beim zweiten Pflichtboxenstopp, als Bortolotti dank einer starken Leistung seiner Grasser-Mannschaft die Führung von Preining übernahm. Damit holte der neue Lamborghini Temerario den ersten historischen Sieg in der DTM.
Thomas Preining hatte das Rennen lange Zeit kontrolliert. Nach einem starken Start setzte sich der Manthey-Pilot an die Spitze und behauptete diese auch während der ersten Rennhälfte. Hinter ihm lauerten nach dem ersten Pflichtboxenstopp Mirko Bortolotti und Maro Engel, während Luca Engstler, Arjun Maini und Marco Wittmann die Verfolgergruppe anführten. Mirko Bortolotti und Maro Engel konnten sich durch einen späten Boxenstopp ganz nach vorne spülen.
Das als „Wet Race“ deklarierte Rennen blieb trotz vereinzelter Regentropfen letztlich trocken. Die Teams konnten ihre Strategien ohne einen Wechsel auf Regenreifen durchziehen.
Die Vorentscheidung fiel kurz vor dem Ende des zweiten Pflichtboxenstoppfensters. Die komplette Spitzengruppe kam nahezu gleichzeitig zum Reifenwechsel. Während Bortolotti einen schnellen Service von TGI Team by GRT erhielt, verlor Preining mit einem 9,4 Sekunden langen Stopp wertvolle Zeit. Da verlor die Manthey-Boxencrew den sicher geglaubten Sieg. Auch Engstler büßte mit einem zehn Sekunden langen Reifenwechsel entscheidende Sekunden ein. Bortolotti kehrte somit überraschend als neuer Spitzenreiter auf die Strecke zurück, vor Maro Engel und Thomas Preining.
In der Schlussphase ließ sich der Italiener den Lamborghini-Sieg nicht mehr nehmen und baute seinen Vorsprung auf über drei Sekunden aus. Hinter ihm verteidigte Engel im Mercedes-AMG souverän Rang zwei. Preining musste sich nach dem verlorenen Boxenduell damit "nur" mit Platz drei begnügen. Strategie und Boxenstopps entschieden heute über den Sieg.
Marco Wittmann zeigte zum Rennende noch einmal eine starke Aufholjagd. Der BMW-Pilot von Schubert Motorsport, überholte zunächst Arjun Maini und anschließend auch Luca Engstler. Im Kampf um den letzten Podestplatz kam Wittmann Preining zwar noch gefährlich nahe, für einen Angriff reichte es auf den letzten Kilometern jedoch nicht mehr.
Luca Engstler wurde Fünfter vor Arjun Maini. Sheldon van der Linde, Ricardo Feller, Jules Gounon und Matteo Cairoli komplettierten die Top Ten. Für Finn Wiebelhaus endete das Rennen vorzeitig nach technischen Problemen als einziger Ausfall.
Die schnellste Rennrunde fuhr Nicki Thiim mit 1:24.188 Minuten für den 3,667 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde.
Vor 55.100 Zuschauern erlebte die DTM damit in Oschersleben einen spannenden zweiten Lauf, bei dem letztlich die Arbeit der Boxencrews den Ausschlag über Sieg und Niederlage gab.
Top 10
| 1. | Mirko Bortolotti | Lamborghini Temerario GT3 |
| 2. | Maro Engel | Mercedes-AMG GT3 |
| 3. | Thomas Preining | Porsche 911 GT3 R (992) |
| 4. | Marco Wittmann | BMW M4 GT3 EVO |
| 5. | Luca Engstler | Lamborghini Temerario GT3 |
| 6. | Arjun Maini | Ford Mustang GT3 |
| 7. | Sheldon van der Linde | BMW M4 GT3 EVO |
| 8. | Ricardo Feller | Porsche 911 GT3 R (992) |
| 9. | Jules Gounon | Mercedes-AMG GT3 |
| 10. | Matteo Cairoli | Mercedes-AMG GT3 |





