DTM
13.09.2026
Ben Dörr gewinnt turbulentes DTM-Rennen auf dem Sachsenring
Vor allem Bastian Buus profitierte. Er stürmte in der Anfangsphase an die Spitze und setzte sich zunächst ab. Doch mit jeder Runde trocknete die Strecke weiter ab. Die Regenreifen bauten zunehmend ab, während die Slicks auf Temperatur kamen. Buus verlor seinen Vorsprung innerhalb weniger Minuten und fiel wieder zurück.
Danach übernahm Ben Dörr das Kommando. Der McLaren-Pilot zeigte eine starke Pace, fuhr mehrfach die schnellsten Sektoren und setzte sich deutlich von seinen Verfolgern ab. Hinter ihm wurde intensiv um die Positionen gekämpft. Kelvin van der Linde, Thomas Preining, Luca Engstler und Matteo Cairoli gehörten zu den Fahrern, die sich im Vorderfeld duellierten.
Eine bemerkenswerte Vorstellung zeigte auch DTM-Gaststarter Simon Connor Primm. Der Audi-Pilot hatte bei den schwierigen Bedingungen zunächst einen Ausritt ins Kiesbett, konnte seine Fahrt jedoch fortsetzen. Anschließend fand Primm immer besser seinen Rhythmus und fuhr zwischenzeitlich sogar die schnellste Rennrunde.
Auch die erste Runde der Pflichtboxenstopps änderte am Bild an der Spitze zunächst wenig. Größere strategische Überraschungen blieben aus. Marco Wittmann und Nicki Thiim gehörten zu den Fahrern, die mit schnellen Stopps und frischen Reifen Boden gutmachten. Cairoli arbeitete sich anschließend bis auf die dritte Position nach vorne.
Damit bestimmte Dörr nach dem ersten Boxenstoppfenster weiterhin das Geschehen an der Spitze, während dahinter der Kampf um die wichtigen Meisterschaftspunkte offenblieb.
Vor dem zweiten Pflichtstopp erhöhte Maro Engel das Tempo und arbeitete sich an Luca Engstler vorbei. Im nur sechs Minuten langen zweiten Boxenstoppfenster herrschte entsprechend viel Betrieb in der Boxengasse. Die meisten Teams absolvierten ihre Stopps ohne größere Probleme, ehe es zu einem folgenschweren Zwischenfall kam.
Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse traf Nicki Thiim den Mercedes-AMG von Jules Gounon. Beide Fahrzeuge standen anschließend quer und konnten das Rennen nicht fortsetzen. Das Safety Car kam auf die Strecke und machte damit auch den zuvor komfortablen Vorsprung von Dörr zunichte.
Für den McLaren-Piloten wurde es damit noch einmal eng. Thomas Preining lag auf deutlich frischeren Reifen direkt hinter ihm, während Matteo Cairoli nach einer starken Aufholjagd ebenfalls in Schlagdistanz gekommen war.
Beim ersten Restart setzte sich Dörr sofort wieder ab. Dahinter ging Cairoli an Preining vorbei. Gleichzeitig kam es zum nächsten folgenschweren Zwischenfall: Maro Engel traf Kelvin van der Linde hinten rechts am BMW und schickte ihn ins Kiesbett. Kurz nach dem Rennen war noch nicht klar, ob Engel dafür eine Strafe erhalten würde, während erneut das Safety Car auf die Strecke musste.
Die Streckenposten bargen den BMW rechtzeitig, sodass für die letzte Runde noch einmal freigegeben wurde. Dörr ließ auch beim zweiten Restart nichts anbrennen und setzte sich erneut von Preining ab. Dahinter verteidigte Ricardo Feller seine dritte Position gegen Cairoli. Marco Wittmann machte ebenfalls noch einmal Boden gut und überholte Thierry Vermeulen auf dem Weg zu Platz sieben.
Nach einem turbulenten Rennen brachte Ben Dörr den Sieg vor Thomas Preining und Ricardo Feller ins Ziel. Für Dörr war es der zweite DTM-Erfolg der Saison 2026. Preining sammelte als Zweiter wichtige Punkte für die Meisterschaft, während Wittmann mit seiner Aufholjagd von weit hinten zumindest Schadensbegrenzung betrieb.





