Die Europameister 2026
| Klasse | Europameister | Punkte | Zweiter | Dritter |
| OK | Noah Baglin | 316 | Zac Drummond | Dean Hoogendoorn |
| Junior | Will Green | 305 | Daniel Miron Lorente | Many Nuvolini |
| KZ | Emilien Denner | 133 | Danilo Albanese | Viktor Gustafsson |
| KZ2 | Kimi Tani | 161 | Matheus Morgatto | Maximilian Schleimer |
Am deutlichsten fiel die Entscheidung in der OK-Klasse aus. Noah Baglin setzte sich mit 316 Punkten und einem Vorsprung von 95 Zählern durch. Hinter ihm waren Zac Drummond und Dean Hoogendoorn mit jeweils 221 Punkten gleichauf.
Auch Junior-Europameister Will Green schuf klare Verhältnisse. Mit 305 Punkten lag er am Saisonende 71 Zähler vor Daniel Miron Lorente. Enger ging es in der KZ zu: Emilien Denner gewann den Titel mit elf Punkten Vorsprung auf Danilo Albanese, während Viktor Gustafsson nur einen weiteren Punkt zurücklag. In der KZ2 setzte sich Kimi Tani mit 161 Punkten gegen Matheus Morgatto und den Deutschen Maximilian Schleimer durch.
870 Starts in vier Klassen
| Klasse | Veranstaltungen | Teilnehmerstarts | Verschiedene Fahrer |
| OK | 4 | 336 | 120 |
| Junior | 4 | 343 | 112 |
| KZ | 2 | 46 | 26 |
| KZ2 | 2 | 145 | 93 |
| Gesamt | 12 | 870 | 338* |
* Fahrer, die in mehreren Klassen antraten, wurden in der Gesamtzahl nur einmal berücksichtigt.
Die Junior-Klasse stellte mit 343 Starts das größte Feld der Saison, knapp gefolgt von der OK mit 336 Starts. In der KZ2 kamen bei nur zwei Veranstaltungen bereits 145 Starts zusammen. Deutlich exklusiver blieb die KZ: 26 verschiedene Fahrer bestritten zusammen 46 Starts.
Das größte Einzelfeld gab es beim Junior-Auftakt in Valencia mit 91 Teilnehmern. Dahinter folgten die Junior-Veranstaltung in La Conca mit 89 sowie das OK-Finale in Kristianstad mit 88 Fahrern. Das kleinste Feld trat beim KZ-Lauf in Sarno mit 22 Teilnehmern an.
KR ist die meistgenutzte Chassismarke
Insgesamt wurden in den Ergebnislisten 22 verschiedene Chassisbezeichnungen geführt. Besonders in den Direktantriebsklassen OK und Junior war KR stark vertreten.| Chassis | Starts | Anteil |
| KR | 286 | 32,90% |
| Parolin | 91 | 10,50% |
| Birel Art | 90 | 10,30% |
| Tony Kart | 85 | 9,80% |
| Exprit | 49 | 5,60% |
| Henza Kart | 43 | 4,90% |
| Sodi | 43 | 4,90% |
| LN | 41 | 4,70% |
| CRG | 40 | 4,60% |
| Weitere Marken | 102 | 11,70% |
Fast jedes dritte Kart im Saisonverlauf trug die Bezeichnung KR. Dahinter lagen Parolin, Birel Art und Tony Kart dicht beieinander. Insgesamt entfielen auf die vier meistgenutzten Marken rund 63 Prozent aller Starts.
Die Verteilung unterschied sich jedoch deutlich zwischen den Klassen. Während KR in OK und Junior dominierte, war Birel Art in der KZ2 am häufigsten vertreten. In der KZ führte Sodi die Einsatzstatistik an.
Ausgeglichener Kampf bei den Motoren
Bei den Motoren bestimmten zwei Hersteller das Bild. TM kam – die Bezeichnungen „TM Kart“ und „TM Racing“ zusammengefasst – auf 443 Starts. IAME folgte mit 351 Einsätzen.| Motorenhersteller | Starts | Anteil |
| TM | 443 | 50,90% |
| IAME | 351 | 40,30% |
| Vortex | 63 | 7,20% |
| Modena Engines | 9 | 1,00% |
| LKE | 4 | 0,50% |
In den Schaltkartklassen war die Dominanz von TM besonders ausgeprägt: 39 von 46 KZ-Starts und 132 von 145 KZ2-Starts wurden mit Motoren des italienischen Herstellers absolviert. In OK und Junior fiel das Verhältnis zwischen IAME und TM wesentlich ausgeglichener aus.
KR und TM auf den Podesten am stärksten
Bei den zwölf Finals wurden insgesamt 36 Podestplätze vergeben. KR war dabei mit 17 Top-Drei-Ergebnissen die erfolgreichste Chassismarke. Parolin folgte mit sechs Podestplätzen, Tony Kart kam auf vier und Sodi auf drei.Bei den Motoren herrschte an der Spitze völliger Gleichstand: IAME und TM erreichten jeweils 17 Podestplätze. Die beiden übrigen Top-Drei-Resultate gingen an Vortex.
| Kategorie | Erfolgreichste Marke | Podestplätze |
| Chassis | KR | 17 von 36 |
| Motoren | IAME / TM | jeweils 17 von 36 |
In der OK-Klasse gewann Noah Baglin die Finals in Valencia und La Conca. Zac Drummond siegte in Mülsen, William Calleja beim Saisonabschluss in Kristianstad.
Auch bei den Junioren gingen zwei Erfolge an den späteren Meister: Will Green gewann in La Conca und Mülsen. Daniel Miron Lorente entschied den Auftakt in Valencia für sich, Emerson MacAndrew-Uren triumphierte in Kristianstad.
Die beiden KZ-Finals gewannen Adrian Malheiro Suñe in Genk und Emilien Denner in Sarno. In der KZ2 gingen die Siege an Elie Goldstein und Kimi Tani.
| Klasse | Valencia | La Conca | Mülsen | Kristianstad |
| OK | Noah Baglin | Noah Baglin | Zac Drummond | William Calleja |
| Junior | Daniel Miron Lorente | Will Green | Will Green | Emerson MacAndrew-Uren |
| Klasse | Genk | Sarno | ||
| KZ | Adrian Malheiro Suñe | Emilien Denner | ||
| KZ2 | Elie Goldstein | Kimi Tani | ||
Fahrer aus mehr als 50 Nationen
Es waren Fahrerinnen und Fahrer aus 54 verschiedenen Nationen am Start. Am häufigsten vertreten waren Italien, Frankreich und Großbritannien.| Nation | Fahrer-Klassen-Einträge |
| Italien | 39 |
| Frankreich | 30 |
| Großbritannien | 17 |
| Niederlande | 15 |
| Spanien | 12 |
| Deutschland | 11 |
| Polen | 11 |
| USA | 11 |
| Tschechien | 9 |
| Belgien | 9 |
Die große Streuung reichte weit über die traditionellen europäischen Kartnationen hinaus. In den Tabellen erschienen unter anderem Fahrer aus Australien, Brasilien, China, Japan, Mexiko, Neuseeland, Singapur, Südafrika, Südkorea, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die erfolgreichsten Teams
Gemessen an der Zahl der Renneinsätze war KR Motorsport mit 84 Starts das am stärksten vertretene Team der Saison. Es folgten das Tony Kart Racing Team mit 74 und Birel Art Racing mit 55 Starts.| Team/Bewerber | Starts |
| KR Motorsport | 84 |
| Tony Kart Racing Team | 74 |
| Birel Art Racing | 55 |
| Fusion Motorsport | 52 |
| Forza Racing | 49 |
| Parolin Motorsport | 47 |
| MP Motorsport | 42 |
| CRG Racing Team | 41 |
| VictoryLane Karting | 41 |
| Ricky Flynn Motorsport | 37 |
Die reine Einsatzstärke war allerdings nicht automatisch mit dem Titelgewinn gleichzusetzen. Die vier Europameister kamen aus unterschiedlichen Strukturen und mit verschiedenen Materialkombinationen. Das unterstreicht, wie breit die Spitze der Kart-EM 2026 aufgestellt war.
Kart-EM 2026 kompakt
- 338 verschiedene Fahrer
- 870 Teilnehmerstarts
- sechs Wertungsveranstaltungen in vier Klassen
- 22 Chassismarken
- fünf Motorenhersteller
- 70 Team- und Bewerberbezeichnungen
- Fahrer aus 54 Nationen
- KR mit 286 Einsätzen das meistgenutzte Chassis
- TM mit 443 Einsätzen der meistgenutzte Motor
- jeweils 17 Podestplätze für TM und IAME
- Noah Baglin und Will Green als einzige Doppelsieger





