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CIK/FIA
24.09.2026

Kart-EM 2026 in Zahlen: 338 Fahrer, 870 Starts und 22 Chassismarken

Vier Klassen, sechs Events und eine bemerkenswerte internationale Vielfalt: Die FIA Kart-Europameisterschaft 2026 umfasste vier Veranstaltungen für OK und Junior sowie jeweils zwei Läufe für KZ und KZ2. Insgesamt wurden über die Saison 870 Teilnehmerstarts von 338 verschiedenen Fahrern registriert. In den Ergebnislisten tauchten 22 Chassismarken, fünf Motorenhersteller und 70 unterschiedliche Team- beziehungsweise Bewerberbezeichnungen auf.

Die Europameister 2026

KlasseEuropameisterPunkteZweiterDritter
OKNoah Baglin316Zac DrummondDean Hoogendoorn
JuniorWill Green305Daniel Miron LorenteMany Nuvolini
KZEmilien Denner133Danilo AlbaneseViktor Gustafsson
KZ2Kimi Tani161Matheus MorgattoMaximilian Schleimer
 
Am deutlichsten fiel die Entscheidung in der OK-Klasse aus. Noah Baglin setzte sich mit 316 Punkten und einem Vorsprung von 95 Zählern durch. Hinter ihm waren Zac Drummond und Dean Hoogendoorn mit jeweils 221 Punkten gleichauf.

Auch Junior-Europameister Will Green schuf klare Verhältnisse. Mit 305 Punkten lag er am Saisonende 71 Zähler vor Daniel Miron Lorente. Enger ging es in der KZ zu: Emilien Denner gewann den Titel mit elf Punkten Vorsprung auf Danilo Albanese, während Viktor Gustafsson nur einen weiteren Punkt zurücklag. In der KZ2 setzte sich Kimi Tani mit 161 Punkten gegen Matheus Morgatto und den Deutschen Maximilian Schleimer durch.

870 Starts in vier Klassen

KlasseVeranstaltungenTeilnehmerstartsVerschiedene Fahrer
OK4336120
Junior4343112
KZ24626
KZ2214593
Gesamt12870338*

* Fahrer, die in mehreren Klassen antraten, wurden in der Gesamtzahl nur einmal berücksichtigt.

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Die Junior-Klasse stellte mit 343 Starts das größte Feld der Saison, knapp gefolgt von der OK mit 336 Starts. In der KZ2 kamen bei nur zwei Veranstaltungen bereits 145 Starts zusammen. Deutlich exklusiver blieb die KZ: 26 verschiedene Fahrer bestritten zusammen 46 Starts.

Das größte Einzelfeld gab es beim Junior-Auftakt in Valencia mit 91 Teilnehmern. Dahinter folgten die Junior-Veranstaltung in La Conca mit 89 sowie das OK-Finale in Kristianstad mit 88 Fahrern. Das kleinste Feld trat beim KZ-Lauf in Sarno mit 22 Teilnehmern an.

KR ist die meistgenutzte Chassismarke

Insgesamt wurden in den Ergebnislisten 22 verschiedene Chassisbezeichnungen geführt. Besonders in den Direktantriebsklassen OK und Junior war KR stark vertreten.
 
ChassisStartsAnteil
KR28632,90%
Parolin9110,50%
Birel Art9010,30%
Tony Kart859,80%
Exprit495,60%
Henza Kart434,90%
Sodi434,90%
LN414,70%
CRG404,60%
Weitere Marken10211,70%

Fast jedes dritte Kart im Saisonverlauf trug die Bezeichnung KR. Dahinter lagen Parolin, Birel Art und Tony Kart dicht beieinander. Insgesamt entfielen auf die vier meistgenutzten Marken rund 63 Prozent aller Starts.

Die Verteilung unterschied sich jedoch deutlich zwischen den Klassen. Während KR in OK und Junior dominierte, war Birel Art in der KZ2 am häufigsten vertreten. In der KZ führte Sodi die Einsatzstatistik an.

Ausgeglichener Kampf bei den Motoren

Bei den Motoren bestimmten zwei Hersteller das Bild. TM kam – die Bezeichnungen „TM Kart“ und „TM Racing“ zusammengefasst – auf 443 Starts. IAME folgte mit 351 Einsätzen.
 
MotorenherstellerStartsAnteil
TM44350,90%
IAME35140,30%
Vortex637,20%
Modena Engines91,00%
LKE40,50%


In den Schaltkartklassen war die Dominanz von TM besonders ausgeprägt: 39 von 46 KZ-Starts und 132 von 145 KZ2-Starts wurden mit Motoren des italienischen Herstellers absolviert. In OK und Junior fiel das Verhältnis zwischen IAME und TM wesentlich ausgeglichener aus.

KR und TM auf den Podesten am stärksten

Bei den zwölf Finals wurden insgesamt 36 Podestplätze vergeben. KR war dabei mit 17 Top-Drei-Ergebnissen die erfolgreichste Chassismarke. Parolin folgte mit sechs Podestplätzen, Tony Kart kam auf vier und Sodi auf drei.

Bei den Motoren herrschte an der Spitze völliger Gleichstand: IAME und TM erreichten jeweils 17 Podestplätze. Die beiden übrigen Top-Drei-Resultate gingen an Vortex.
 
KategorieErfolgreichste MarkePodestplätze
ChassisKR17 von 36
MotorenIAME / TMjeweils 17 von 36


In der OK-Klasse gewann Noah Baglin die Finals in Valencia und La Conca. Zac Drummond siegte in Mülsen, William Calleja beim Saisonabschluss in Kristianstad.

Auch bei den Junioren gingen zwei Erfolge an den späteren Meister: Will Green gewann in La Conca und Mülsen. Daniel Miron Lorente entschied den Auftakt in Valencia für sich, Emerson MacAndrew-Uren triumphierte in Kristianstad.

Die beiden KZ-Finals gewannen Adrian Malheiro Suñe in Genk und Emilien Denner in Sarno. In der KZ2 gingen die Siege an Elie Goldstein und Kimi Tani.
 
KlasseValenciaLa ConcaMülsenKristianstad
OKNoah BaglinNoah BaglinZac DrummondWilliam Calleja
JuniorDaniel Miron LorenteWill GreenWill GreenEmerson MacAndrew-Uren
     
KlasseGenkSarno  
KZAdrian Malheiro SuñeEmilien Denner 
KZ2Elie GoldsteinKimi Tani  

Fahrer aus mehr als 50 Nationen

Es waren Fahrerinnen und Fahrer aus 54 verschiedenen Nationen am Start. Am häufigsten vertreten waren Italien, Frankreich und Großbritannien.
 
NationFahrer-Klassen-Einträge
Italien39
Frankreich30
Großbritannien17
Niederlande15
Spanien12
Deutschland11
Polen11
USA11
Tschechien9
Belgien9

Die große Streuung reichte weit über die traditionellen europäischen Kartnationen hinaus. In den Tabellen erschienen unter anderem Fahrer aus Australien, Brasilien, China, Japan, Mexiko, Neuseeland, Singapur, Südafrika, Südkorea, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die erfolgreichsten Teams

Gemessen an der Zahl der Renneinsätze war KR Motorsport mit 84 Starts das am stärksten vertretene Team der Saison. Es folgten das Tony Kart Racing Team mit 74 und Birel Art Racing mit 55 Starts.
 
Team/BewerberStarts
KR Motorsport84
Tony Kart Racing Team74
Birel Art Racing55
Fusion Motorsport52
Forza Racing49
Parolin Motorsport47
MP Motorsport42
CRG Racing Team41
VictoryLane Karting41
Ricky Flynn Motorsport37

Die reine Einsatzstärke war allerdings nicht automatisch mit dem Titelgewinn gleichzusetzen. Die vier Europameister kamen aus unterschiedlichen Strukturen und mit verschiedenen Materialkombinationen. Das unterstreicht, wie breit die Spitze der Kart-EM 2026 aufgestellt war.

Kart-EM 2026 kompakt 
 

  • 338 verschiedene Fahrer
  • 870 Teilnehmerstarts
  • sechs Wertungsveranstaltungen in vier Klassen
  • 22 Chassismarken
  • fünf Motorenhersteller
  • 70 Team- und Bewerberbezeichnungen
  • Fahrer aus 54 Nationen
  • KR mit 286 Einsätzen das meistgenutzte Chassis
  • TM mit 443 Einsätzen der meistgenutzte Motor
  • jeweils 17 Podestplätze für TM und IAME
  • Noah Baglin und Will Green als einzige Doppelsieger
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