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CIK/FIA
12.04.2026

Deutscher Podesterfolg beim Auftakt der Kart-EM

Die FIA Kart-Europameisterschaft der Direktantriebklassen startete an diesem Wochenende (11. und 12. April 2026) in ihre neue Saison. Knapp 200 Piloten aus 50 Nationen nahmen die Herausforderung an, um auf eine der bekanntesten Rennstrecken in Italien, La Conca in Muro Leccese, um die begehrten Siege und Meisterschaftspunkte zu kämpfen. Die Klassen der OK Junioren und OK Senioren lieferten Rennaction der Extraklasse, aus denen zwei britische Sieger aus dem Prema Racing Team hervorgingen. Auch ein deutscher Fahrer war erfolgreich: Luke Kornder (Ricky Flynn Motorsport) überzeugte auf ganzer Linie und sah die Zielflagge bei den Senioren als Zweiter. 

OK Junioren: Enger Zweikampf an der Spitze

In der Junioren-Kategorie konnten gleich mehrere Piloten im Laufe des Wochenendes auf sich aufmerksam machen. Zunächst setzte der Belgier Priam Bruno (Victory Lane Karting) mit der Pole-Position im 90-köpfigen Feld eine erste Duftmarke. Auch in den Heats schaffte er es, sich unter den besten fünf zu platzieren, musste die Führung im Zwischenklassement aber an den Niederländer Daniel Miron Lorente (Fusion Motorsport) abgeben. Letztgenannter war auch im ersten der beiden Superheats nicht zu schlagen und errang die Pole-Position für das Finale auf der hochanspruchsvollen Strecke im Süden von Italien. Der zweite Superheat ging unterdessen an den Tschechen Zdenek Babicek (Tepz Racing), der ein defensives Rennen ins Ziel brachte.

Miron Lorente setzte zum Start ins Finale die Pole-Position zunächst in die Führung um, jedoch war es der Brite Zac Green (Prema Racing), der auf neuen Reifen einen Vorteil hatte und schnell die Führung an sich riss. Ihm folgten der Lokalmatador Gioele Girardello (Parolin Motorsport) und Priam Bruno. Lorente fiel weit zurück und wurde später sogar disqualifiziert. Girardello und Green lieferten sich dann einen Zweikampf um den ersten Sieg der jungen Saison, wobei Green immer die Oberhand hatte und Girardello nie die entscheidenden Meter gutmachen konnte, um zu einem Überholmanöver ansetzen zu können. So fiel nach 20 Runden das schwarz-weiß karierte Tuch und Green gewann vor Girardello und Bruno. Max Felde (Ward Racing) aus Deutschland zeigte viel Potential und bleib als 25. des Finals hinter seinen Möglichkeiten zurück. 

OK Senioren: Deutsches Podest zum Auftakt

Auch bei den OK Senioren gab es viele spannende Szenen zu beobachten. Die Qualifikation entschied der Türke Iskender Zulfikari (Ward Racing) für sich, hatte in den darauffolgenden Heats aber viel Unfall- und Technikpech zu beklagen und fiel weit zurück. Das erlaubte dem Briten Noah Baglin (Prema Racing), Junioren-Weltmeister des Vorjahres, das Zepter zu übernehmen. Dahinter kämpfte sich auch der Deutsche Luke Kornder (Ricky Flynn Motorsport) von einer schwierigen Qualifikation zurück und wurde zwischenzeitlich als Achter gewertet. Im ersten Superheat war Baglin erneut eine Klasse für sich, ihm tat es Kornder im zweiten Superheat gleich und schob sich auf die vierte Startposition für das Finale. Baglin entschied sich hier für die Außenlinie und zog Kornder mit sich. Es folgte ein Showdown der beiden Fahrer an der Spitze: Baglin führte an und baute die Lücke auf eine Sekunde aus, Kornder gab aber keineswegs auf. Ab Rennmitte begann der Vorsprung zu schrumpfen, Zehntel um Zehntel arbeitete sich Kornder in den Windschatten, schlussendlich entschieden aber drei Zehntelsekunden das Rennen für den Briten, nichtsdestotrotz sammelte Kornder viele wichtige Meisterschaftspunkte. Dritter wurde der Belgier Gilles Hermann (Tony Kart Racing Team).

Ausblick: Ein Monat bis zur zweiten Runde

Aus Italien geht der Weg ins weit entfernte Spanien. Bereits in knappen vier Wochen wird die zweite Runde der FIA Kart-EM ausgetragen, Ort des Geschehens wird das Kartodromo Internacional Lucas Guerrero in Valencia sein. Wer die Wartezeit verkürzen möchte, kann sich das Vorbereitungsrennen der Champions of the Future zu Gemüte führen. Dieses wird eine Woche vor der EM, am 2. Mai an gleicher Stelle stattfinden.
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