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BMW M2 Cup
05.07.2026

Sieben Fahrzeuge: BMW M2 Cup muss sich kritisch hinterfragen

Das Rennwochenende des BMW M2 Cup wurde am Sonntagmorgen mit Rennen 2 auf dem Norisring beendet. Sportlich gibt es den Doppelsieg von Michael Schrey (43) zu vermelden. Der Pilot von Hofor Racing by Bonk Motorsport setzte in beiden freien Trainings sowie im Qualifying jeweils die Bestzeit und ließ sich diese starke Form auch in den beiden Rennen nicht nehmen. Mit zwei souveränen Siegen feierte Schrey ein perfektes Wochenende auf dem Nürnberger Stadtkurs.

Im ersten Rennen behauptete Schrey seine Spitzenposition und gewann nach 27 Runden mit 6,256 Sekunden Vorsprung auf Mika König. Christopher Holst komplettierte als Dritter das Podium, während Noah Eichele und Niklas Hirsch die weiteren Top-Fünf-Plätze belegten.
 
Auch im zweiten Lauf ließ Schrey nichts anbrennen. Mit einem Vorsprung von 3,250 Sekunden auf Mika König fuhr er zu seinem zweiten Sieg des Wochenendes. Christopher Holst sicherte sich erneut Rang drei. Dahinter folgten Niklas Hirsch, Noah Eichele, Jan-Erik Slooten und Tatu Siipola.
 
Sieben Fahrzeuge, darunter ein VIP-Auto – das Starterfeld des BMW M2 Cup auf dem Norisring war für viele Beobachter eine Enttäuschung. Entsprechend fiel auch das Urteil eines Teambeteiligten gegenüber Motorsport XL aus: „Das habe ich mir anders vorgestellt.“
 

BMW M2 Cup bleibt hinter Erwartungen zurück

Tatsächlich wirft das DTM-Wochenende Fragen auf. Eine Markenserie im Rahmenprogramm einer der größten deutschen Rennserien sollte deutlich mehr Teilnehmer anziehen. Mit nur sieben Fahrzeugen blieb der BMW M2 Cup weit hinter den Erwartungen zurück.

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Auch sportlich spiegeln die Ergebnisse die geringe Leistungsdichte wider. Michael Schrey dominierte das Wochenende nach Belieben. Die Abstände zwischen Platz drei und sieben betrugen zwischen zehn und 17 Sekunden - und das auf dem Norisring!

Und Michael Schrey darf man mit seinen 43 Jahren nicht unbedingt als Nachwuchspiloten sehen. Das soll seine Leitung mitnichten schmälern. Er ist ein starker Fahrer. Aber irgendwie scheint es am Ziel vorbeizugehen. Und ob das junge Nachwuchspiloten anzieht, dürfte auch fraglich sein. Schrey ist der potenzielle Kandidat für GT4 oder GT3. Woran scheitert es? Natürlich am Geld. Fahren würde er da sicherlich gerne!

Für die Zuschauer bot sich damit ein wenig attraktives Bild. Nach wenigen Runden hatten sich die Positionen weitgehend sortiert, echte Positionskämpfe waren nur vereinzelt zu sehen. Ein Feld mit lediglich sieben Fahrzeugen kann die Dynamik und Vielfalt vollerer Serien kaum erreichen.
 
Hinzu kommt die geringe Wahrnehmung. Während Porsche Carrera Cup Deutschland, ADAC GT4 Germany oder die DTM selbst mit größeren Starterfeldern auftreten (aber auch nicht allzu groß!), gerät der BMW M2 Cup mit einer so kleinen Teilnehmerzahl zwangsläufig ins Abseits. Für Fans, Teams und Sponsoren ist das keine zufriedenstellende Entwicklung.

Der BMW M2 Cup verfügt grundsätzlich über ein interessantes Konzept. Allerdings ist das Budget sicherlich viel zu hoch. Brancheninsider sehen es auf dem Level der ADAC GT4 Germany.

Entscheidend wird nun sein, ob es den Verantwortlichen gelingt, wieder deutlich mehr Teams und Fahrer für die Serie zu gewinnen. Ein DTM-Rahmenprogramm mit sieben Fahrzeugen sollte die Ausnahme sein – nicht der Normalzustand. Doch es muss auch die Frage gestellt werden, ob man sich nicht innerhalb des eigenen Hauses immer mehr Wettbewerb schafft. Die Fahrerzahlen werden ja scheinbar nicht mehr. Sie verteilen sich nur auf die verschiedenen Serien. Das hilft dann keinem. Muss der ADAC eingentlich so viele Serien in Eigenregie veranstalten? Wären da private Organisatoren im fairen Wettbewerb nicht besser?

Weiterhin stellt sich die Frage, warum man sich bei der Neuausrichtung des BMW M2 Cup nicht stärker an den eigenen Erfolgsmodellen orientiert hat. Mit dem ADAC Tourenwagen Junior Cup verfügt der ADAC seit Jahren über eine funktionierende Nachwuchsserie. Der VW up GTI mag weder das modernste noch das spektakulärste Rennauto sein, doch das Konzept geht auf: volle Starterfelder, enge Leistungsdichte und packende Positionskämpfe. Wer auf der Tribüne drei oder vier Autos nebeneinander auf die Grundig-Kehre zufahren sieht, bekommt genau das geboten, was Motorsport ausmacht. Genau diese Bilder fehlten dem BMW M2 Cup am Norisring nahezu vollständig.

Schreibt uns an info@motorsport-xl.de wenn ihr dazu eine Meinung habt. WIr würden das Thema und die Problematik des deutschen Motorsports gerne weiter verfolgen.

Mehr zum Thema: Zahlen und Fakten zum ADAC Tourenwagen Junior Cup 

 
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