Mit zwei Siegen in der Honda-Klasse der Trofeo Predators krönte sie ein nahezu perfektes Rennwochenende. Bereits wenige Tage später folgt der nächste Meilenstein: Auf Einladung von McLaren Motorsport wird sie in Cremona erstmals den 620 PS starken McLaren Artura Trophy EVO testen.
Die Nachwuchsrennfahrerin aus der österreichischen Motorsport-Talentschmiede motorSPORTaktiv.at, die ihr Talent früh erkannte und sie seit Jahren gezielt fördert, bestätigte in Monza eindrucksvoll ihre stetige Entwicklung.
Starker Auftakt auf unbekanntem Terrain
Monza zählt zu den schnellsten Rennstrecken der Welt. Lange Vollgaspassagen, harte Bremspunkte und hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten stellen selbst erfahrene Rennfahrer vor große Herausforderungen.Für Lena war die traditionsreiche Formel-1-Strecke völliges Neuland. Dennoch fand sie sich vom ersten Training an hervorragend zurecht. Bei Temperaturen zwischen 34 und 37 Grad Celsius arbeitete sie sich Runde für Runde an die Ideallinie heran und überzeugte mit konstant schnellen Zeiten.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Platz fünf im Gesamtklassement der 22 Starter sowie die Bestzeit in der Honda-Klasse. Auch im zweiten freien Training bestätigte sie ihre starke Form und gehörte erneut zu den schnellsten Fahrern ihrer Klasse.
Rennen eins: Wetterchaos und mutige Reifenstrategie
Der erste Renntag begann bei sommerlichen Bedingungen, doch kurz vor dem Start änderte sich das Wetter schlagartig. Heftiger Regen setzte die Strecke innerhalb weniger Minuten unter Wasser. Das Rennen wurde zunächst hinter dem Safety Car gestartet, ehe die Rennleitung wegen der schlechten Sicht die rote Flagge zeigte.Nach rund einer halben Stunde wurde das Rennen erneut hinter dem Safety Car aufgenommen. Während die meisten Teams auf Regenreifen wechselten, entschied sich Lena gemeinsam mit lediglich vier weiteren Fahrern für Slicks – eine mutige Strategie auf der nassen Hochgeschwindigkeitsstrecke.
Für die 15-Jährige war es zudem das erste Regenrennen überhaupt im Predator-Formelwagen. Trotz der schwierigen Bedingungen blieb sie jederzeit ruhig, machte keinen Fahrfehler und brachte ihr Fahrzeug sicher ins Ziel. Zwar erwies sich die Slick-Strategie am Ende nicht als die schnellste Wahl, dennoch gewann sie souverän die Honda-Klasse. In der Gesamtwertung der Honda-Fahrzeuge belegte sie Rang zwei, da auch der Sieger der PC015H-Over-Klasse vor ihr gewertet wurde.
Vor allem ihre fehlerfreie Fahrt unter Bedingungen, bei denen zahlreiche erfahrene Fahrer an ihre Grenzen kamen, hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Rennen zwei: Der Doppelsieg ist perfekt
Im zweiten Rennen bestätigte Lena ihre starke Leistung eindrucksvoll. Erneut fuhr sie konstant schnelle Rundenzeiten, blieb fehlerfrei und setzte sich erneut in der Honda-Klasse durch.
Mit dem zweiten Klassensieg machte die 15-Jährige ihren Doppelerfolg in Monza perfekt und bewies, dass ihre Leistung keineswegs nur den schwierigen Wetterbedingungen des ersten Rennens geschuldet war.
Erfahrung wichtiger als Pokale
Für Lena stand nach dem Wochenende nicht allein das Ergebnis im Mittelpunkt.„Generell war das Wochenende eigentlich ein Erfolg. Ich habe mich schnell an die Strecke gewöhnen können. Es gab das ganze Wochenende harte Kämpfe und ich habe unglaublich viel dazugelernt. Gerade das Regenrennen war eine komplett neue Erfahrung für mich. Solche Situationen bringen einen als Rennfahrerin enorm weiter.“
Die Worte der jungen Österreicherin zeigen ihre Einstellung: Entscheidend ist für sie die kontinuierliche Weiterentwicklung.
Der nächste Traum wartet bereits
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits wenige Tage nach dem erfolgreichen Rennwochenende wartet die nächste große Herausforderung.Auf Einladung von McLaren Motorsport wird Lena Pichler erstmals den 620 PS starken McLaren Artura Trophy EVO testen. Der offizielle Prospect Test gilt als wichtiger Schritt für ihre weitere motorsportliche Entwicklung und bietet ihr die Möglichkeit, sich erstmals in einem modernen GT-Rennwagen zu beweisen.
Eine Entwicklung, die beeindruckt
Wer Lena Pichler in den vergangenen Monaten beobachtet hat, erkennt eine Fahrerin, die sich kontinuierlich weiterentwickelt. Sie überzeugt nicht nur mit ihrer Geschwindigkeit, sondern vor allem mit Disziplin, Lernbereitschaft, Fahrzeuggefühl und bemerkenswerter Konstanz.Das Rennwochenende in Monza hat diese Entwicklung eindrucksvoll bestätigt. Zwei Klassensiege auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken Europas und der unmittelbar folgende McLaren-Test markieren den nächsten wichtigen Schritt auf ihrem Weg in den internationalen Motorsport.
Die Burgenländerin stammt aus der österreichischen Motorsport-Nachwuchsförderung motorSPORTaktiv.at. Dort wurde ihr Talent früh erkannt und sie über mehrere Jahre gezielt aufgebaut. Mit professioneller Ausbildung und kontinuierlicher Förderung entwickelte sie sich Schritt für Schritt zu einer der vielversprechendsten Nachwuchsrennfahrerinnen Österreichs. Hier infos zum Kart-Camp.








