Automobilsport
04.08.2026
Eine schöne Erfahrung, aber kein greifbares Ergebnis für Morris Schuring
„Es war ein Rennen mit sehr vielen Zwischenfällen, wodurch mehr als ein Drittel der Zeit hinter dem Safety-Car gefahren wurde. Außerdem wurden viele Strafen verhängt, von denen einige durchaus fragwürdig waren“, sagte Schuring. Auch der Porsche 911 GT3 R des Teams Manthey 1st Phorm gehörte zu den Fahrzeugen, die Strafen einstecken mussten, wodurch ein besseres Ergebnis außer Reichweite war. Über seine ersten Eindrücke von der Rennstrecke äußerte sich Schuring dennoch sehr positiv: „Eine wunderschöne Strecke. Ich bin froh, dass ich die Chance bekommen habe, hier zu fahren – in dieser Hinsicht also eine wirklich schöne Erfahrung.“
Das Trio Hardwick, Pera und Schuring startete das Rennwochenende in Elkhart Lake mit der siebtschnellsten Zeit im ersten freien Training, was bereits für positive Stimmung sorgte. „Wir konnten alle unsere Runden fahren, was wichtig war, da wir hier zuvor noch nicht getestet hatten“, so der Fahrer. „Das Auto war sofort schnell, das sah alles sehr gut aus, vor allem wenn man bedenkt, dass es auch für das Team das erste Mal hier war.“ Die Session am Freitag fand noch auf trockener Strecke statt, doch das zweite freie Training am Samstagmorgen wurde im Regen ausgetragen – Bedingungen, unter denen die Qualitäten des Porsche 911 mit Heckmotor stets besonders gut zur Geltung kommen. Das zeigte sich auch, als Schuring gegen Ende der Session die zweitschnellste Zeit in der Klasse fuhr.
Wie immer übernahm Ryan Hardwick das Qualifying – der Fahrer im Team mit Bronze-Status und damit auf dem Papier nicht ganz so schnell wie seine Teamkollegen. Das führte zur 14. Zeit und damit auch zum 14. Startplatz für das Rennen. Hardwick übernahm auch den Rennstart und verlor dabei etwas an Boden, da sich mehrere andere Teams dafür entschieden hatten, zunächst ihre schnelleren Fahrer ins Auto zu setzen. Nach zwei Stints von Hardwick war Riccardo Pera, der Fahrer mit Silber-Status, an der Reihe, die Aufholjagd einzuleiten. Während Peras Stint gab es einige Zwischenfälle, darunter eine Durchfahrtsstrafe wegen einer Kollision, doch es gelang ihm, den Rückstand wieder aufzuholen. Schließlich stieg Schuring ein, als noch eine Stunde und 47 Minuten des Rennens zu fahren waren. Auch er konnte einige Positionen gutmachen, doch dabei kam es einmal zu einer Berührung mit einem anderen Fahrer, was in den Augen der Rennleitung nicht gutgeheißen wurde.
„Dass wir dafür eine Drive-Through-Strafe erhielten, war wirklich ziemlich fragwürdig. Aber nun ja, wenn es so ist, kann man daran nicht mehr viel ändern“, sagte Schuring nüchtern. Da das Rennen nach einem Zwischenfall an anderer Stelle im Feld hinter dem Safety-Car endete, konnte er diese Strafe nicht mehr absitzen, sodass anschließend 44 Sekunden zur Gesamtrennzeit des Teams hinzugerechnet wurden. Anstelle des achten Platzes, auf dem er die Ziellinie überquerte, wurde Schuring somit als 16. gewertet.
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses blickt Schuring dennoch gerne auf das Rennwochenende in Road America zurück: „Ich hoffe, hier in Zukunft auf jeden Fall noch einmal fahren zu können!“ Die nächste Veranstaltung für ihn ist nun das Dreistundenrennen der GT World Challenge Europe powered by AWS am 30. August auf dem Nürburgring. Im Oktober fährt Schuring erneut in den Vereinigten Staaten, dann auf der Rennstrecke von Road Atlanta.





