Länge und Besonderheiten
Das 24-Stunden-Rennen von Daytona findet auf dem Daytona International Speedway in Florida (USA) statt. Gefahren wird auf einer Kombination aus Highspeed-Oval und Infield-Rennstrecke mit einer Länge von 3,56 Meilen (5,729 Kilometer). Das Rennen wird traditionell Ende Januar ausgetragen und gilt als Saisonauftakt der nordamerikanischen Langstreckenszene. Seine Wurzeln reichen bis 1962 zurück - seit 1966 wird es als 24-Stunden-Rennen gefahren. In diesem Jahr war es die 64. Ausgabe.Die 24 Stunden von Le Mans werden auf dem 13,626 Kilometern Circuit de la Sarthe in Frankreich ausgetragen. Die Strecke besteht aus permanenten Rennstreckenteilen und öffentlichen Straßen. Das Rennen findet jährlich im Juni statt. Erstmals ausgetragen wurde es 1923 und ist damit das älteste 24-Stunden-Rennen der Welt.
Traditionen bestimmen das Bild
Die Tradition von Daytona ist stark amerikanisch geprägt. Enge Felder, viele Führungswechsel und ein hoher strategischer Anteil stehen im Vordergrund. Das Rennen ist bekannt für sein dichtes Starterfeld und Entscheidungen in den letzten Rennstunden.Le Mans steht dagegen seit jeher für technischen Fortschritt, Effizienz und maximale Haltbarkeit. Der Mythos des Rennens speist sich aus langen Vollgaspassagen, Nachtfahrten und der enormen Belastung für Mensch und Material.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Streckencharakteristik. Daytona kombiniert Ovalgeschwindigkeiten mit langsamen Infield-Passagen, während Le Mans extrem lange Geraden mit schnellen Kurven und wechselnden Straßenbelägen verbindet. Daytona ist stärker durch Balance-of-Performance geprägt, um enge Rennen zu ermöglichen. Le Mans erlaubt traditionell mehr technischen Spielraum und versteht sich als Schaufenster für Ingenieurskunst.
Wieviele Fahrzeuge starten?
In Daytona waren es aktuell 60 Fahrzeuge. Elf in der GTP. 13 in der LMP2 und 36 GT3-Fahrzeuge (15 in GTD-Pro und 21 in GTD).Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2025 in Le Mans gingen 62 Autos an den Start. Diese setzen sich aus 21 Hypercars, 17 LMP2-Prototypen und 24 LMGT3-Fahrzeugen zusammen. Insgesamt waren 186 Fahrer für die 93. Auflage des Rennens genannt.
Die unterschiedlichen Klassen
In Daytona werden Klassen nach dem IMSA-Reglement gefahren. Die Topklasse heißt GTP und basiert auf LMDh-Fahrzeugen. Hinzu kommen LMP2-Prototypen sowie die GT-Klassen GTD Pro und GTD auf Basis von GT3-Fahrzeugen.In Le Mans wird nach dem Reglement der Langstrecken-Weltmeisterschaft gefahren. Die höchste Klasse heißt Hypercar und umfasst sowohl LMH- als auch LMDh-Fahrzeuge. Ergänzt wird das Feld durch LMP2 und die GT-Klasse LMGT3.
Organisation der Events
Organisiert wird das Rennen in Daytona von der IMSA, der maßgeblichen US-amerikanischen Sportwagenorganisation.Die 24 Stunden von Le Mans werden vom Automobile Club de l’Ouest (ACO) veranstaltet und sind das zentrale Rennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft.
Die beteiligten Hersteller
Bei den Herstellern gibt es Überschneidungen, aber auch klare Schwerpunkte.In beiden Rennen sind Marken wie Porsche, Ferrari, BMW, Cadillac und Toyota vertreten.
Le Mans ist traditionell stark von europäischen und japanischen Werksprogrammen geprägt, insbesondere Toyota und Ferrari in der Topklasse.
Daytona hat eine besonders starke US-Prägung, mit Cadillac und Acura als wichtigen Protagonisten.
Porsche das Maß der Dinge
Rekordhalter bei den Gesamtsiegen ist in Le Mans Porsche, sowohl bei Herstellern (20 Mal) als auch bei Fahrern.Auch in Daytona ist Porsche (19x) der erfolgreichste Hersteller der Geschichte und könnte in diesem Jahr wieder mit Daytona gleichziehen.
Während Le Mans stark über historische Epochen und legendäre Gesamtsiege definiert wird, liegt der Fokus in Daytona eher auf Konstanz und Erfolgen in der modernen IMSA-Ära.
Bei den Fahrern ist Hurley Haywood Rekordsieger in Daytona. Der US-Amerikaner gewann die 24 Stunden von Daytona insgesamt fünfmal in der Gesamtwertung (1973, 1975, 1977, 1979, 1991). Der deutsche Pilot Rolf Stommelen gewann viermal: 1968, 1978, 1980, 1982. Bevor am Wochenende nun Laurin Heinrich gewann, war der letzte deutsche Sieger Mike Rockenfeller 2010 mit Porsche.
In Le Mans ist Tom Kristensen das Maß der Dinge. Neunmal gewann der Däne die Gesamtwertung (1997, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2008 und 2013).
Aus deutscher Sicht sind Frank Biela (1996, 1997, 2001) und Timo Bernhard (2010 und 2017) mehrfache Gesamtsieger in Le Mans. Bernhard ist auch der bislang letzte deutsche Pilot mit diesem Erfolg.
Beide 24h aber dennoch unterschiedlich
Kurz zusammengefasst steht Daytona für taktisch geprägten Hochgeschwindigkeits-Langstreckensport zum Saisonstart.Le Mans steht für den ultimativen Prestigevergleich der internationalen Langstrecke. Beide Rennen dauern 24 Stunden, verfolgen aber eine grundlegend unterschiedliche motorsportliche Philosophie.
Und wer waren die ersten und letzten Sieger?
Le Mans 1953:
André Lagache / René Léonard
Fahrzeug: Chenard & Walcker Sport
Distanz: 2.209,536 Kilometer
Letzte Sieger Le Mans 2025:
Philip Hanson / Robert Kubica / Yifei Ye
AF Corse (Ferrari 499P)
Distanz: 5273,26 Kilometer
Daytona 1966:
Ken Miles / Lloyd Rechts by
Shelby American (Ford GT40 Mk II)
Distanz: 4157,225 Kilometer
Letzte Sieger Daytona 2026:
Laurin Heinrich / Felipe Nasr /Julien Andlauer
Porsche Penske Motorsport (Porsche 963)
Distanz: 4.038,945 Kilometer
Termin 24 Stunden von Le Mans:
13. bis 14. Juni 2026






