Auto & Straße
28.08.2026
Verbrauch senken: Diese Faktoren kosten Kraftstoff und Strom
Wie deutlich der Effekt ausfallen kann, zeigt ein von der GTÜ angeführter Test mit typischen Mittelklassefahrzeugen: Bei konstant 160 km/h lag der Energiebedarf annähernd doppelt so hoch wie bei Tempo 100. Das galt sowohl für Autos mit Verbrennungsmotor als auch für Elektrofahrzeuge. Ein moderateres Tempo verbessert zugleich die Sicherheit, weil sich unter anderem der Bremsweg verkürzt.
Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe hilft frühes Hochschalten, die Motordrehzahl und damit den Kraftstoffbedarf niedrig zu halten. Automatikmodelle bieten häufig einen Eco-Modus, während sportliche Programme zugunsten einer direkteren Reaktion mehr Energie verlangen können. Beim Elektroauto kommt es auf die Situation an: Im Stadtverkehr kann eine stärkere Rekuperation sinnvoll sein. Auf freier Strecke ist gleichmäßiges Rollen oft effizienter als wiederholtes Verzögern und Beschleunigen.
Auch die Aerodynamik spielt eine große Rolle. Dachboxen schaffen zusätzlichen Stauraum, erhöhen aber den Luftwiderstand. Messungen zufolge kann der Mehrverbrauch bei Tempo 130 knapp 20 Prozent betragen. Nach dem Urlaub sollten Dachbox und andere Aufbauten deshalb wieder entfernt werden. Fahrräder sind auf einem Heckträger meist strömungsgünstiger untergebracht als auf dem Dach, weil sie teilweise im Windschatten des Fahrzeugs liegen. Dabei müssen Ladungssicherung und zulässige Stützlast beachtet werden.
Unnötiges Gewicht kostet ebenfalls Energie. Gegenstände, die nicht gebraucht werden, sollten daher nicht dauerhaft im Kofferraum bleiben. Hinzu kommt der Reifendruck: Ist er zu niedrig, wächst der Rollwiderstand. Regelmäßige Kontrollen und die Anpassung an eine hohe Beladung nach Herstellervorgabe helfen beim Sparen und erhöhen zugleich die Fahrsicherheit.
Für Elektroautos wirkt sich ein hohes Reisetempo doppelt aus. Der steigende Stromverbrauch verkürzt die Reichweite und kann längere oder zusätzliche Ladepausen erforderlich machen. Moderne Mittelklasse-E-Autos können ihre Batterie an einem geeigneten Schnelllader zwar in knapp 20 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden. Eine effiziente Fahrweise bleibt auf langen Strecken dennoch ein wichtiger Zeitfaktor.





