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24h Nürburgring
28.04.2026

Über 30 F1-Piloten seit 1970 bei den 24h Nürburgring

Die Meldung sorgte für großes Aufsehen: Max Verstappen wird bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring an den Start gehen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister setzt damit den Schlusspunkt unter eine lange Vorbereitungsphase – vom Einstieg ins SimRacing über Einsätze in der Nürburgring Langstrecken-Serie und den erforderlichen Permit-Erwerb für die Nordschleife bis hin zum Prolog bei den 24h Qualifiers.

Wenn am 16. Mai die Startampel auf Grün schaltet, wird sich der Niederländer als 35. Formel-1-Pilot in die Starterliste des Langstreckenklassikers eintragen. Mit seinen vier WM-Titeln nimmt er dabei eine herausragende Stellung ein. Dennoch finden sich in der Historie der 24h Nürburgring zahlreiche prominente Namen aus der Formel 1: So gewann Niki Lauda bereits 1973 das Rennen, während auch deutsche Größen wie Christian Danner, Nick Heidfeld und Timo Glock Teil der traditionsreichen Geschichte sind.

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Auch in Sachen GP-Teilnahmen führt Verstappen (bis dato 236 F1-Starts) die Statistik an. Nelson Piquet (204 GPs) hatte eine ähnlich umfangreiche Karriere in der Königsklasse hinter sich bevor er 1994 am Ring antrat. Ebenfalls nicht zu toppen: Verstappens vier WM-Titel, an die immerhin Piquet (Titelträger 1981, ’83 und ’87) sowie die 24h-Teilnehmer Lauda (1975, ’77 und ’84) sowie Jack Brabham (1959, ’60 und ’66) heranreichen. Der zum „Sir” geadelte Australier kam 1980 in die Eifel, blieb im Audi 80 des Teams Karthauser aber chancenlos.

Auch „Striezel“ Stuck bleibt unerreicht

Als 24h-Rookie gibt es naturgemäß auch einige Aspekte, bei denen eine Reihe von 24h-fahrenden Grand-Prix-Piloten die Nase vorne haben. So wäre ein langer Atem notwendig, um die 19 Starts bei den 24h einzuholen, die Hans-Joachim Stuck von 1970 bis 2011 sammelte. „Striezel“ brachte es in dieser Zeit auf drei Gesamtsiege – allen voran natürlich der erste Platz bei der Premiere der 24h im Jahr 1970. Ebenfalls drei Siege verbuchte Markus Winkelhock bei seinen bislang 16 Starts auf seinem Konto. Der erfolgreichste Ex-Formel-1-Pilot bei den 24h kommt aber aus Portugal: Pedro Lamy sammelte zwischen 2001 und 2010 fünf Gesamtsiege und sechs Klassensiege.

Es gab nicht nur Besuch aus der Königsklasse

Zu den Weltklassepiloten, die bei den 24h den Weg an den Ring fanden, gehörten nicht nur jene aus der Formel 1: Mit Walter Röhrl (GER), Ari Vatanen (FIN) und Sébastien Loeb (FRA) standen auch drei waschechte Rallye-Weltmeister am Start. Der Finne brachte es auf einen WM-Titel (1981), Röhrl auf zwei (1980 und 1982) und Loeb sogar auf neun (2004 bis 2012). Nicht zu vergessen Johnny Cecotto. Der Venezolaner fuhr vor seiner Zeit in der Formel 1 (1983 bis 1984) in der Motorrad-WM zwei Weltmeistertitel (1975 und ’78) sowie 14 Rennsiege ein. Und auch die 24h mischte er bei seinen vier Starts zwischen 1988 und 1992 auf – er holte 1992 den Gesamtsieg gemeinsam mit Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner sowie Jean-Michel Martin und Marc Duez.

Überblick: F1-Piloten bei den 24h Nürburgring 1970–2025

FahrernameFormel-1-Statistik24h-Statistik
Philippe Adams2 GPs im Jahr 19943 Teilnahmen (1997 – 1998 und 2000)
Giovanna Amati3 Qualifying-Teilnahmen im Jahr 19921 Teilnahme (1985)
Michael Bartels4 Qualifying-Teilnahmen im Jahr 19917 Teilnahmen (1991, 2000 – 2001 und 2003 – 2006), 2 Siege (2000 und 2001)
Sir Jack Brabham126 GPs zwischen 1955 und 1970, 3 WM-Titel (1959, 1960 und 1966)1 Teilnahme (1980)
Johnny Cecotto18 GPs zwischen 1983 und 19844 Teilnahmen (1988 und 1990 – 1992), 1 Sieg (1992)
Christian Danner36 GPs zwischen 1985 und 19897 Teilnahmen (1978 – 1979, 1985, 1990 – 1992 und 2000), 1 Sieg (1992)
Heinz-Harald Frentzen 156 GPs zwischen 1994 und 20032 Teilnahmen (1988 und 2008)
Timo Glock91 GPs zwischen 2004 und 20121 Teilnahme (2024)
Hubert Hahne3 GPs zwischen 1966 und 19702 Teilnahmen (1994 – 1995)
Nick Heidfeld183 GPs zwischen 2000 und 20112 Teilnahmen (2012 und 2014)
Hans Heyer1 Qualifying-Teilnahme im Jahr 19775 Teilnahmen (1971 – 1973 und 1994 – 1995)
Ingo Hoffmann3 GPs zwischen 1976 und 19773 Teilnahmen (1994 – 1996)
Christian Klien49 GPs zwischen 2004 und 20101 Teilnahme (2025)
Jacques Laffite176 GPs zwischen 1974 und 19861 Teilnahme (2006)
Pedro Lamy32 GPs zwischen 1993 und 199612 Teilnahmen (2001 – 2005 und 2010 – 2016), 5 Siege (2001, 2002, 2004, 2005 und 2010)
Niki Lauda171 GPs zwischen 1971 und 1985, 3 WM-Titel (1975, 1977 und 1984)1 Teilnahme (1973), 1 Sieg (1973)
Jochen Mass105 GPs zwischen 1973 und 19822 Teilnahmen (1971 und 1999)
Arturo Merzario57 GPs zwischen 1972 und 19794 Teilnahmen (2005 und 2007 – 2009)
Stefano Modena70 GPs zwischen 1987 und 19921 Teilnahme (2000)
Tiago Monteiro37 GPs zwischen 2005 und 20064 Teilnahmen (2019 – 2021 und 2024)
Nelson Piquet204 GPs zwischen 1978 und 1991, 3 WM-Titel (1981, 1983 und 1987)1 Teilnahme (1994)
Emanuele Pirro37 GPs zwischen 1989 und 19913 Teilnahmen (1987, 1993 und 2009), 1 Sieg (1989)
Dieter Quester1 GP zwischen 1969 und 197410 Teilnahmen (1982, 1984, 1987 – 1988, 1990 – 1991, 1993 und 2004 – 2006)
Keke Rosberg114 GPs zwischen 1978 und 1986, 1 WM-Titel (1982)1 Teilnahme (1982)
Bernd Schneider9 GPs zwischen 1988 und 19909 Teilnahmen (1987, 1990 – 1991, 2012 – 2013 und 2015 – 2018), 2 Siege (2013 und 2016)
Rolf Stommelen54 GPs zwischen 1969 und 19782 Teilnahmen (1981 – 1982)
Hans-Joachim Stuck74 GPs zwischen 1974 und 197919 Teilnahmen (1970 – 1972, 1981 – 1982, 1984, 1992, 1998, 2000 und 2002 – 2011), 3 Siege (1970, 1998 und 2004)
Eric van de Poele5 GPs zwischen 1991 und 19924 Teilnahmen (1987 – 1989 und 2006)
Volker Weidler10 GPs im Jahr 19892 Teilnahmen (1986 – 1987)
Karl Wendlinger (AUT)41 Starts von 1991 bis 1995 (14 Punkte) 4 Teilnahmen (2011, 2003, 2004, 2008)
Joachim Winkelhock (GER)7 Qualifying-Teilnahmen im Jahr 19899 Teilnahmen (1984, 1986 – 1988, 1990 – 1992 und 1994 – 1995), 2 Siege (1990 und 1991)
Manfred Winkelhock 47 GPs zwischen 1980 und 19851 Teilnahme (1982)
Markus Winkelhock1 GP im Jahr 200716 Teilnahmen (2010 – 2025), 3 Siege (2012, 2014 und 2017)
Alexander Wurz69 GPs zwischen 1997 und 20071 Teilnahme (1992)
Alexander Yoong Loong18 GPs zwischen 2001 und 20025 Teilnahmen (2012 – 2017)
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