12h Sebring
23.03.2026
Manthey gewinnt bei Sebring-Debüt
Auch im durch Full-Course-Yellow-Phasen (FCY) und die verschiedenen Pitstop-Strategien durchmischten und hart umkämpften GTD-PRO-Starterfeld bewiesen sich die Manthey-Fahrer und -Strategie, sodass das Fahrzeug über die zwölfstündige Renndistanz hinweg viele Führungskilometer abspulen konnte. Mit einem souveränen letzten Überholmanöver sicherte Thomas Preining (Österreich) in der letzten Rennstunde den Sieg auf dem 6,02 Kilometer langen Sebring International Raceway. Unglücklicherweise traf die Manthey 1st Phorm Crew wie bereits beim IMSA-Saisonauftakt in Daytona kurz vor Rennende ein erneuter Rückschlag. So legte Bronzepilot und Qualifying-Fahrer Ryan Hardwick (USA) von Rang 17 aus eine starke Aufholjagd hin, die Morris Schuring (Niederlande) und Riccardo Pera (Italien) konsequent fortsetzten. Zur Rennhalbzeit lagen sie bereits auf dem zweiten Rang der GTD-Klasse und konnten dies anderthalb Stunden später in die Führung umwandeln. Diese Position behauptete das 912er-Trio, bis eine infolge einer Kollision bedingte Motorüberhitzung sie 30 Minuten vor dem Fallen der Zielflagge aus dem Rennen riss und dem Team den Doppelsieg in beiden angetretenen Klassen kostete. In der Team- und Fahrerwertung des IMSA Michelin Endurance Cup bedeutet dieses Rennergebnis Platz zwei in der GTD PRO für Manthey (21 Punkte), und GTD-Rang elf für Manthey 1st Phorm (15 Punkte).
„Zwölf Stunden Sebring – unser zweites IMSA‑Rennen – und am Ende haben wir es mit der 911 tatsächlich geschafft, dieses dramatische Rennen in einem spannenden Finale zu gewinnen. Beide Manthey Autos konnten sich von Anfang an konstant in der Spitzengruppe behaupten, und gerade Ryan auf der 912 hat einen phänomenalen Job gemacht. Er hat als Bronzefahrer starke Rundenzeiten gezeigt und das Team dadurch in eine entscheidende Ausgangsposition gebracht“, zieht Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei Manthey, Bilanz. „Wie es in einem Langstreckenrennen eben ist, gab es bei beiden Fahrzeugen auch unglückliche Situationen, die uns Positionen gekostet haben. Wir haben uns aber jedes Mal zurückgekämpft. Mit rund anderthalb Stunden Restdistanz waren beide Autos in einer sehr aussichtsreichen Position. Thomas hat dann einen starken Move gesetzt, um an Roxy vorbeizugehen, die Führung übernommen und genau den Abstand herausgefahren, den wir strategisch gebraucht haben. Das hat er anschließend perfekt verwaltet. Bei der 912 waren wir ganz klar auf Podiumskurs. Leider gab es in der Schlussphase einen durch einen Kontakt verursachten Schaden, wodurch der Kühlerschacht verdeckt war. Dadurch ist die Motortemperatur massiv angestiegen, und wir mussten das Auto abstellen – sonst wäre da definitiv mehr drin gewesen. Trotzdem sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Beide Crews haben einen großartigen Job gemacht, und wir freuen uns riesig, dass wir mit der 911 die zwölf Stunden von Sebring gewinnen und damit unseren ersten IMSA‑Sieg einfahren konnten. Mit der 912 greifen wir beim nächsten Mal wieder an.“
Klaus Bachler, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Unglaublich – ein riesiger Dank an das komplette Team. Unser erster gemeinsamer Sieg in Amerika und der erste IMSA‑Erfolg für Manthey mit dem Grello ist etwas ganz Besonderes, vor allem hier bei den 12 Stunden von Sebring. Ich bin unglaublich stolz auf alle Teammitglieder und meine Teamkollegen, wir haben alle einen fehlerfreien Job gemacht. Am Ende war es wieder ein extrem enger Kampf, wie man es hier erwarten kann – die letzten zwei Stunden waren richtig intensiv. Zum Glück sind wir als Erste über die Ziellinie gefahren, und das werden wir heute definitiv noch feiern.“
Ricardo Feller, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Ich bin wirklich sehr, sehr stolz. Ein großer Dank gilt dem gesamten Team, dass ich den ersten USA‑Sieg des Grello miterleben und mit einfahren durfte. Wir hatten ein nahezu perfektes Rennen ohne größere Zwischenfälle, und am Ende hat Thommy das stark zu Ende gebracht und den Sieg nach Hause gefahren. Ein großartiges Gefühl – und ich hoffe, dass dies nur einer von vielen Erfolgen ist, die in diesem Jahr noch gemeinsam mit dem Team auf mich warten.“
Thomas Preining, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Mein erstes Mal bei den 12 Stunden von Sebring – umso schöner, dass es gleich beim ersten Versuch so gut funktioniert hat. Ein riesiges Kompliment an das gesamte Team. Für eine europäische Mannschaft hier anzutreten, ist eine echte Herkulesaufgabe, und dass alles so reibungslos läuft und wir schon im zweiten Rennen siegreich sind, ist wirklich bemerkenswert. Die Strategie hat perfekt gepasst, jeder Boxenstopp saß. Ein großer Dank auch an meine Teamkollegen – eine tolle Leistung von allen. Klaus hat Sebring jetzt schon zum dritten Mal gewonnen, was wirklich beeindruckend ist. Für mich persönlich ist es tatsächlich zusätzlich mein erster richtiger Langstreckensieg nach zehn Jahren im GT‑Auto, und deshalb wird mir dieser Erfolg doppelt in Erinnerung bleiben.“
Der nächste Lauf des IMSA Michelin Endurance Cup steht erst nach einer knapp dreimonatigen Pause mit den Six Hours of The Glen vom 25. bis 28. Juni im Bundesstaat New York an. Die Wartezeit bis dahin überbrückt Manthey unter anderem mit dem Start der DTM- und WEC-Saison im kommenden Monat April.




