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Tourenwagen Junior Cup
08.09.2025

Enge Rennen für Finn Niklas Wollnik am Salzburgring

Der 16-jährige Nachwuchsfahrer Finn Niklas Wollnik startete am vergangenen Wochenende beim ADAC Tourenwagen Junior Cup auf dem Salzburgring. Der frühkindliche Autismus mit Kanner-Syndrom hat ihn geprägt, dennoch verfolgt er konsequent sein Motto: „Trotz Autismus voll im Motorsportleben.“ Auf der traditionsreichen Strecke bot sich ein spannendes Duell, bei dem Hundertstelsekunden über die Platzierungen entschieden. Besonders in den technisch anspruchsvollen Kurven wurde um jede Position hart gekämpft.

Beim zweiten Rennwochenende des ADAC Tourenwagen Junior Cups in Österreich, diesmal vom 5. bis 7. September am Salzburgring zeigte Finn Niklas Wollnik eindrucksvoll, warum er zu den großen Nachwuchstalenten zählt.

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Schon der Auftakt war von widrigen Bedingungen geprägt, denn Dauerregen am Freitag erschwerte sowohl den Trackday als auch das freie Training. Während viele Fahrer Mühe hatten, überhaupt Rhythmus zu finden, nutzten Finn und sein Vater die Zeit konstruktiv – nicht nur, um die Eigenheiten der Strecke zu verstehen, sondern auch, um durch kreative Social Media Inhalte die Stimmung im Team hochzuhalten.

Am Samstagmorgen ging es dann bei deutlich besseren Wetterbedingungen ins Qualifying. Hier bewies Finn seine Qualitäten als fokussierter Fahrer. Auch durch die Entscheidung, einen rechtzeitigen Boxenstopp zur Optimierung des Setups einzulegen, gelang es ihm, die Performance seines Autos Schritt für Schritt zu steigern. In einem extrem engen Feld, in dem die ersten sechs Fahrer nur durch zwei Sekunden getrennt waren, sicherte er sich schließlich einen beachtlichen sechsten Startplatz. „Ich war mit dem Qualifying ganz zufrieden, ich finde die Strecke sehr anspruchsvoll, gerade durch die herausfordernden Kurven“, berichtet Finn nach den ersten Sessions.

Das Rennen am Samstagnachmittag entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Nach einem fliegenden Start kämpfte sich Finn sofort souverän nach vorn. Mit viel Übersicht, clever gewählten Linien und beeindruckender Zweikampfstärke konnte er bereits früh Positionen gutmachen und sich im Spitzenfeld festsetzen. Mehrfach sorgten Safetycar-Phasen für neue Spannung, doch Finn ließ sich von den Unterbrechungen und dem dichten Fahrerfeld nicht aus dem Konzept bringen.

Besonders in den entscheidenden Schlussminuten zeigte Finn seine Nervenstärke. Während andere Fahrer unter Druck Fehler machten, behielt er die Kontrolle, nutzte die Schwächen seiner Konkurrenten gnadenlos aus und arbeitete sich bis auf den vierten Platz nach vorn.

In den letzten beiden Runden, mit abgekühlten Reifen und höchstem Druck, bewies er dann eindrucksvoll, wie stark er im direkten Kampf agieren kann. Ein Fahrfehler an der Spitze eröffnete ihm die Chance, die er sofort ergriff. Er zog in der finalen Runde an seinen Rivalen vorbei und brachte das Auto schließlich auf einem herausragenden zweiten Platz ins Ziel mit nur 0,306 Sekunden hinter dem Sieger.

Am Sonntag ging es mit dem zweiten Qualifying weiter. Hier kam Finn nicht wie gewünscht in seinem Rhythmus und musste sich final mit einem achten Startplatz zufrieden geben. Das bedeutete in dem Markenpokal, wo nur einheitliche VW up! GTI an den Start gehen, dass er mit dieser Platzierung gerade einmal 1,7 Sekunden Rückstand zur Spitze zu verzeichnen hatte.

Das zweite Rennen des ADAC Tourenwagen Junior Cups wird mit einem stehenden Start begonnen. Auch hier ging es direkt in der ersten Kurve wieder sehr eng zu. Hier konnte Finn seine Position vorerst verteidigen. „In diesem Rennen hatte ich einige Schwierigkeiten. Zudem habe ich mich einmal verschaltet und auch das Spiel mit dem Windschatten machte es nicht leicht, eine Lücke zu finden“, sagt Finn nach dem Lauf. In der vierten Runde musste Finn sich den harten Duellen geschlagen geben und fiel vorerst auf den achten Rang zurück. Es kam zu einem Rennunfall, welcher zu einer langen Safetycar Phase und letztendlich aufgrund der Aufräumarbeiten zum Abbruch führt. Durch eine Zeitstrafe und den Ausfall eines Fahrzeuges konnte Finn den sechsten Platz einnehmen und damit sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Weiter geht es für Finn am 23. September im SimRacing Rig mit dem Rennen des digitalen Porsche Sports Cup, bevor es am 11. und 12. Oktober zum nächsten Rennen das ADAC Tourenwagen Junior Cup an den Hockenheimring geht. Hier wird Finn Niklas Wollnik weiterhin als Dritter der Meisterschaft versuchen seine Position zu behaupten und auszubauen.
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