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Rallye WM
10.11.2025

Toyota Gazoo Racing feiert Dreifachsieg in Japan

Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team hat bei der Rallye Japan einen historischen Heimtriumph gefeiert: Sébastien Ogier setzte sich in einem nassen Finale knapp gegen Elfyn Evans durch und sicherte sich den Sieg – und damit ein spannendes Titelduell beim letzten Lauf der Saison. Sami Pajari komplettierte das Podium mit Platz drei und erreichte damit in seiner ersten vollen Saison auf höchstem Niveau seinen ersten Podestplatz in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC).

Es ist der dritte Sieg in Folge für das Team bei der Rallye Japan (von insgesamt vier Austragungen) und der zweite 1-2-3-Erfolg. Für Ogier und seinen Beifahrer Vincent Landais war es der erste Sieg bei diesem Event. Sie lieferten sich ein enges Duell mit Evans und dessen Co-Pilot Scott Martin, bei dem das Duo über weite Teile des Wochenendes weniger als zehn Sekunden trennte.

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Ogier ging mit einem Vorsprung von 6,5 Sekunden in den letzten Tag, der unter schwierigen, nassen Bedingungen stattfand. Evans startete schneller in die erste Prüfung des Morgens und schien die Führung zu übernehmen, doch Ogier konterte in einem besonders anspruchsvollen Abschnitt. Mit einem weiteren Sieg in der nächsten Prüfung und Bestzeit im vorletzten Test baute Ogier seinen Vorsprung auf 11,5 Sekunden vor der letzten Wertungsprüfung aus.

In einem packenden Finale trennten Ogier und Evans in der abschließenden Power Stage lediglich 0,096 Sekunden. Ogier gewann zudem die Super Sunday-Wertung und sicherte sich damit die maximalen 35 Punkte. Damit liegt er nun nur noch drei Punkte hinter dem Gesamtführenden Evans – bei noch einem ausstehenden Lauf.

Auch Kalle Rovanperä und sein Co-Pilot Jonne Halttunen haben mit 24 Punkten Rückstand noch Titelchancen, sodass der Kampf um Fahrer- und Beifahrertitel nun ein reines TGR-Duell ist. Nach einem Zeitverlust von fünf Minuten durch eine Kollision mit einer Barriere in der zweiten Freitagsprüfung kämpften sie sich zurück und belegten am Ende Platz sechs sowie Rang drei in der Super Sunday- und Power Stage-Wertung.

Pajari und sein Beifahrer Marko Salminen übernahmen Platz drei, nachdem Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux in der ersten Sonntagsprüfung ausschied. Bei seinem ersten Einsatz in Japan mit Rally1-Fahrzeug überzeugte Pajari mit einer weiteren reifen und konstanten Leistung, die seine starke Rookie-Saison unterstreicht.

Takamoto Katsuta war bei seinem Heimrennen ebenfalls Teil des Kampfes um den Sieg, bis er am Samstagnachmittag in WP11 eine Barriere touchierte und sich dabei Schäden am Fahrzeug zuzog. Katsuta und sein Co-Pilot Aaron Johnston kehrten am Sonntag zurück und zeigten erneut starke Pace, darunter zwei Prüfungsbestzeiten in der Okazaki Super Special Stage.

Der diesjährige WRC2-Champion Oliver Solberg beendete die Rallye erneut als bester Fahrer der Rally2-Kategorie in seinem von Printsport eingesetzten GR Yaris auf Gesamtrang sieben – einen Platz vor Alejandro Cachón, der seinen ersten WRC2-Sieg feierte. Cachón war für Toyota Spanien gemeldet und wurde von Teo Martín Motorsport betreut.
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