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30.09.2025
Von der Klausur ins Cockpit: Dean Olbrich im Einsatz bei der DMV BMW Challenge
Den Alltag zwischen Klassenzimmer und Rennstrecke unter einen Hut zu bringen, ist keine leichte Aufgabe. „Zwischen Schule und Motorsport gilt es immer, die richtige Balance zu finden. Erst nach einer wichtigen Klausur am Freitagmorgen konnten wir uns auf den Weg zur Rennstrecke machen – zum Glück begann das erste freie Training passend erst am Nachmittag“, beschreibt Dean den Spagat, den er regelmäßig meistern muss.
Bei guten Witterungsbedingungen konnten am Fahrzeug alle nötigen Einstellungen vorgenommen werden. Schnell setzte Dean eine erste Zeitmarke für den kommenden Tag. Im Qualifying erkämpfte er sich Startplatz 23 – ein solider Einstieg im Mittelfeld seiner Klasse des 318ti Cups. „Man darf nicht vergessen, dass die DMV BMW Challenge ein bunt gemischtes Feld ist: hochmotorisierte Fahrzeuge treffen hier auf kleinere Cup-Autos. Deshalb spielt die Klasseneinteilung bei der Bewertung eine entscheidende Rolle“, erklärt der Nachwuchsfahrer.
Am Samstagvormittag stand das erste Qualifying an. Dean konnte seine Zeit für die Startaufstellung bestätigen und ging motiviert ins Rennen. „Da war richtig Action – harte Zweikämpfe, einige Fahrer im Kiesbett und schließlich noch eine Full-Course-Yellow-Phase, bei welcher ich einen Schaden an der Felge zu verbuchen hatte. Das hat mich etwas aus dem Rhythmus gebracht“, erinnert er sich. Zwischenzeitlich lag er sogar auf Rang drei seiner Klasse, musste sich nach einem turbulenten Verlauf aber mit Platz fünf zufriedengeben.
Für das Sonntagsrennen war das Team bestens vorbereitet. Doch Motorsport bedeutet auch, mit Unvorhergesehenem umgehen zu lernen: „Manchmal liegt es nicht an einem selbst, das habe ich an diesem Tag verstanden“, fasst Dean zusammen. Bereits in der ersten Runde kam es auf der Geraden nach nur drei Kurven zu einer Kollision, die auch ihn erwischte. Eine zerstörte Felge zwang ihn zum Boxenstopp und bescherte ihm eine Runde Rückstand. „Das Team hat eine fantastische Arbeit geleistet und das Fahrzeug so schnell wie nur möglich wieder renntauglich gemacht, ich konnte zwar noch einige Überholungen zeigen, aber an meiner Platzierung änderte das nichts mehr“, berichtet er enttäuscht. Auch eine Ölspur wurde ihm noch fast zum Verhängnis, aber weitere Zwischenfälle konnten zum Glück vermieden werden.
So wie in der Schule, bedeutet auch im Motorsport jedes Wochenende eine neue Lernphase. Rückschläge gehören dazu – doch gerade daraus zieht Dean wertvolle Erfahrungen. Mit diesem Blick nach vorn konzentriert er sich nun auf das große Finale, das letzte Rennen des NATC Youngster Cups im Oktober in der Motorsport Arena Oschersleben.





