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FIA WEC
11.11.2025

Finn Gehrsitz krönt die WEC-Saison mit seiner zweiten Hyperpole

Beim achten und letzten Lauf der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) in Bahrain setzte Finn Gehrsitz ein weiteres Glanzlicht. Der 21-jährige Deutsche fuhr im Lexus RC F GT3 vom Team Akkodis ASP souverän zur Pole-Position, seine zweite in dieser Saison. Damit schrieb er Geschichte und reihte sich in einen exklusiven Kreis von nur drei Piloten ein, denen diese Leistung in der LMGT3-Klasse gelungen ist. Trotz eines technischen Defekts im Rennen blickt Gehrsitz stolz auf ein außergewöhnliches Debütjahr zurück.

Das Wochenende in Bahrain begann vielversprechend. Bereits in den freien Trainings zeigte sich der Lexus RC F GT3 in Topform: Platz eins in FP1, Spitzenzeiten in FP2 und FP3. Das Trio Finn Gehrsitz, Arnold Robin und Ben Barnicoat gehörte durchgängig zu den schnellsten im LMGT3-Feld. „Wir waren vom ersten Moment an konkurrenzfähig und wussten, dass wir ganz vorne mitfahren können“, so Gehrsitz.

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Im Qualifying zeigte der junge Deutsche wieder einmal seine Klasse. Sein Teamkollege qualifizierte die #78 für die Hyperpole, und Gehrsitz lieferte in der entscheidenden Session unter hohem Druck eine herausragende Leistung: Mit 2:01.661 Minuten verwies er die Konkurrenz mit über drei Zehntelsekunden auf die Plätze, eine beeindruckende Demonstration seiner Fähigkeiten. Es war bereits seine zweite Pole-Position der Saison nach Spa-Francorchamps.

Damit erreichte Gehrsitz etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit Sarah Bovy und Eduardo Barrichello ist er einer von nur drei Piloten, die in der LMGT3-Klasse zweimal in einer Saison die Hyperpole für sich entscheiden konnten. „Das ist schon etwas, worauf ich unglaublich stolz bin“, erklärt der Stuttgarter. „Zweimal in einer Saison Pole-Position zu fahren, das gelingt nicht vielen. Der Vorsprung in Bahrain hat gezeigt, dass wir als Team alles richtig gemacht haben.“

Das Rennen startete mit großen Hoffnungen. Die Pace stimmte, das Auto fühlte sich gut an, und die Siegchancen waren real. Doch nach rund zwei Stunden folgte der Rückschlag: Die #78 lag zu diesem Zeitpunkt in Führung und hatte beste Chancen auf Rang drei in der Meisterschaft. Ein Elektronikproblem machte jedoch eine Weiterfahrt unmöglich. Gehrsitz kam nicht mehr zum Einsatz.

„Natürlich ist die Enttäuschung über den Ausfall groß. Wir lagen in Führung und hatten die Pace, um den Sieg mitzufahren“, sagt Gehrsitz. „Aber wenn ich auf das Wochenende zurückblicke, überwiegt der Stolz. Die zweite Pole-Position, die konstant starke Performance, das ist das, womit ich diese Saison abschließen möchte. Wir haben gezeigt, was in uns steckt.“

Der 21-Jährige blickt dankbar auf sein erstes Jahr in der WEC zurück: „Ein riesiges Dankeschön geht an das gesamte Team von Akkodis ASP. Die Jungs haben herausragende Arbeit geleistet und mir immer ein Auto gegeben, mit dem ich auf höchstem Niveau fahren konnte. Ebenso danke ich Lexus und Toyota Gazoo Racing für die großartige Unterstützung und das Vertrauen. Es war ein starkes Jahr mit vielen Höhepunkten.“

Details zur kommenden Saison 2026 werden in Kürze bekannt gegeben.
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