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FIA WEC
09.11.2025

Enttäuschende Bilanz für Peugeot beim FIA-WEC-Saisonfinale

Nur etwa hundert Kilometer vom Losail Circuit entfernt und 253 Tage nach dem Saisonauftakt in Katar ist die FIA-WEC-Saison 2025 in Bahrain auf dem Sakhir Circuit zu Ende gegangen.

Auf einer Strecke mit über 40 °C sind beide Peugeot 9X8 nach einem überzeugenden Qualifying aus der zweiten Reihe mit Hartreifen in das 8-Stunden-Rennen von Bahrain gestartet.

Loïc Duval (#94) und Paul Di Resta (#93) hielten ihren Peugeot 9X8 nach einem anspruchsvollen Doppelstint in der Hitze von Sakhir unter den Top-Fünf, ehe ihre Teamkollegen Jean-Éric Vergne, der 2026 die Entwicklung des Peugeot Hypercar leiten wird, und Théo Pourchaire, der sein Renndebüt am Steuer des Peugeot 9X8 gab, übernahmen.

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Das Team Peugeot TotalEnergies entschied sich dann, die Boxenstopps für beide Fahrzeuge vorzuziehen, um ihre Rennstrategie zu optimieren. Nun auf Medium-Reifen unterwegs, fuhren die Peugeot 9X8 unauffällig weiter, wobei ihre Positionen schwankten, während andere Hypercars ihre Stopps absolvierten.

Nach einem soliden Doppelstint hatte Théo Pourchaire die Ehre, das Rennen zwei Runden lang anzuführen, bevor er das Fahrzeug mit der Nummer 94 für einen Dreifachstint an Malthe Jakobsen übergab. Paul Di Resta übernahm erneut das Steuer der #93 für einen zweiten Doppelstint (127 Runden, insgesamt 687 km!), ehe er von Mikkel Jensen für seinen letzten Lauf im Peugeot 9X8 ersetzt wurde.

Durch ein virtuelles Safety Car und ein Safety Car weniger als eine Stunde vor dem Ziel benachteiligt, kämpften die dänischen Fahrer bis zur letzten Sekunde, um beide Peugeot 9X8 in die Top-Ten zu bringen. Mikkel Jensen überquerte die Ziellinie als Neunter, zwei Sekunden vor seinem Landsmann, der Zehnter wurde.

„Es war ein ziemlich enttäuschendes Rennen, vor allem nachdem wir beide Fahrzeuge in der zweiten Startreihe platziert hatten. Wir hatten uns für eine Split-Strategie entschieden und auf einen Platz unter den Top-Fünf gehofft. Leider konnten unsere Kontrahenten die Safety-Car-Phasen für einen ‚kostenlosen' Boxenstopp nutzen und wir haben etwa vier Positionen verloren“, fasste Jean-Marc Finot, Senior Vice President von Stellantis Motorsport, zusammen. „Das schmälert jedoch nicht die Leistung der Fahrzeuge und des gesamten Teams. Das Potenzial ist definitiv vorhanden, und wir können es kaum erwarten, dies 2026 unter Beweis zu stellen. Ich möchte der Marke Peugeot und dem gesamten Team Peugeot TotalEnergies für ihre harte Arbeit während der gesamten Saison danken.“

Nach 72 Rennstunden, zwei Podiumsplatzierungen, zehn Top-Ten-Platzierungen, zehn Hyperpoles, 12.870 km, die vom Fahrzeug mit der Nummer 93 zurückgelegt wurden, und 12.575 km von der Nummer 94, hat Peugeot stetige Fortschritte gezeigt und an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Als nächstes stehen die letzten Tests der Saison auf dem Programm, mit Nick Cassidy, Mathias Beche, Alex Quinn und Malthe Jakobsen am Steuer der beiden Peugeot Hypercars. Das Team Peugeot TotalEnergies bedankt sich bei allen Partnern für ihre Unterstützung während des gesamten Jahres.

Olivier Jansonnie, Technischer Direktor von Peugeot Sport: „Es war ein sehr hartes Rennen für uns, obwohl wir das Tempo hatten, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Wir haben versucht, unsere Strategien anzupassen, um den Reifenverschleiß gegen Ende zu optimieren, aber die beiden Safety-Car-Phasen kamen im ungünstigsten Moment und warfen uns zurück. Danach war es unmöglich, wieder aufzuholen.“

Paul Di Resta (Peugeot 9X8 #93): „Ein ziemlich enttäuschendes Rennen. Es ist schade, denn wir waren zu Beginn gut platziert und hatten seit São Paulo eine starke Serie hingelegt. Leider hat es heute einfach nicht sollen sein. Dennoch war es eine positive Saison, und wir werden weiter auf 2026 hinarbeiten.“

Théo Pourchaire (Peugeot 9X8 #94): „Mein Hauptziel war es, für die nächste Saison zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht über das Endergebnis, aber wir hatten Pech mit dem letzten Safety Car – es kam kurz nach unserem Boxenstopp. Dennoch war unser Tempo zu Beginn des Rennens vielversprechend, und wir wissen, dass wir echtes Potenzial haben, noch mehr zu erreichen. Jetzt konzentrieren wir uns voll und ganz auf 2026.“
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