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FIA Formel E
08.12.2025

Aufholjagd beschert Maximilian Günther Punkte

An einem durchwachsenen Tag voller Lernmomente mit dem Team von DS PENSKE zeigte Maximilian Günther ein starkes Rennen und startete mit acht Punkten in die neue Rennsaison 2025/26.

Nach zwei Trainingssessions zu Beginn des Wochenendes war schnell klar, dass der São Paulo E-Prix kein einfaches Rennen werden würde. Doch Maximilian und das DS PENSKE Formel-E-Team waren fest entschlossen, das Beste aus dem Saisonauftakt herauszuholen. Das Rennen markierte zudem Maximilians 100. Start in der Formel E – ein Meilenstein, den er mit einem bestmöglichen Ergebnis krönen wollte.

Im Qualifying verschärften sich die Schwierigkeiten: Übersteuern und ein Drehmomentausfall verhinderten den Einzug in die Duellphase. Die prognostizierte Pace des Autos lag bei Platz 9 oder 10, sodass Startplatz 16 deutlich unter den Erwartungen von Maximilian und dem Team blieb.

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Da der São Paulo E-Prix ein klassisches „Peloton“-Rennen ist, war klar, dass viel Action bevorstand, und dass sich mit der richtigen Strategie Chancen ergeben würden. Und das taten sie: Mit seinem ersten Attack Mode über vier Minuten kämpfte sich Maximilian in die Punkteränge. Doch kurz nachdem er den zweiten Attack Mode aktiviert hatte, wurde das Safety Car auf die Strecke geschickt.

Dadurch war Maximilian dem herannahenden Feld ausgeliefert, dessen Fahrer teilweise noch vier Minuten Attack Mode verfügbar hatten, sobald das Rennen wieder freigegeben würde. Er kämpfte hart, doch der zusätzliche Leistungsüberschuss der Konkurrenz war schwer zu kontern.

Eine Rotphase brachte etwas Erleichterung und neutralisierte den Attack-Mode-Vorteil der Konkurenten. Beim Neustart stand nur noch eine Runde aus, Maximilian verteidigte sich erfolgreich gegen spät gesetzte Angriffe in der letzten Kurve, und sicherte sich Platz 6 sowie acht Punkte in der Meisterschaft.

Maximilian Günther: „Ehrlich gesagt ist P6 am Ende ein gutes Ergebnis und eine ordentliche Ausgangslage an einem Tag, an dem nicht alles nach Plan lief. Aber wir verstehen sehr genau, was passiert ist. Schon im freien Training war klar, dass wir nicht die Schnellsten waren. Unsere realistische Pace entsprach etwa P9/P10. Im Qualifying hatte ich in der letzten Kurve ein Drehmomentausfall; ohne dieses Problem hätte ich wohl um P9/P10 liegen können. Offensichtlich haben wir im Qualifying nicht abgeliefert und standen deshalb nur auf P16. Aber wir wussten, dass ein langes und ereignisreiches Rennen vor uns lag – Ruhe und Fokus waren entscheidend. Das Rennen öffnete sich für uns, aber es war nicht perfekt. Wir nahmen den Attack Mode und direkt danach kam das Safety Car - dadurch waren wir etwas ausgeliefert, weil viele Fahrer noch ihren Attack Mode hatten. Wir haben versucht, uns in der sehr turbulenten Schlussphase zu behaupten – ich bin froh, dass es allen gut geht. Die Rotphase hat uns ein wenig Luft verschafft. Mit einem Top-6-Ergebnis hier rauszugehen, ist positiv.“
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