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19.07.2022

Lion Düker verpasst auf F1-Strecke Podium haarscharf

Zwei Wochen vor dem Formel 1-Weltmeisterschaftslauf in Frankreich durfte Lion Düker bereits auf dem Circuit Paul Ricard Gas geben. Der Lamera Cup war zu seinem vierten Lauf in Südfrankreich zu Gast und der Nachwuchsrennfahrer aus Rottweil zeigte abermals sein großes Talent. Erstmalig in Le Castellet am Start, gehörte er direkt zu den Schnellsten und fuhr denkbar knapp am Podium vorbei.
 
Die Saison 2022 entwickelt sich für Lion Düker immer weiter zu einem Erfolgsmodell. Der Rennfahrer aus Baden-Württemberg startet erstmalig im französischen Lamera Cup und machte sich bereits jetzt einen Namen. Bei den letzten Durchgängen glänzte er mit starken Leistungen und großem Talent, davon machte er nun auch beim vierten Lauf wieder gebrauch. Das Rennen auf der Formel 1-Rennstrecke in Südfrankreich teilte sich erneut auf zwei Tage auf. Samstags standen 4,5 Stunden auf dem Programm, am Sonntag folgten nochmal 7,5 Stunden.
 
„Bereits die Anreise zur Rennstrecke war beeindruckend – man hatte direkt F1-Feeling“, schwärmt der 20-jährige Racer, für den es der erste Einsatz auf dem 5,842 Kilometer langen Kurs war. In einem zweistündigen Training galt es sich auf die Begebenheiten einzustellen. „Ich war nach vier Runden auf dem Niveau der Spitze und habe mich dann weiter in den Rhythmus gefahren“, erinnert sich Lion.
 
Mit Startplatz drei hatten er und seine Teamkollegen aus dem Team Race Track Competition eine gute Ausgangslage für den ersten Teil. Nach dem Lions Fahrerkollege den Start fuhr, übernahm der Rottweiler im Anschluss den Sportwagen und verbesserte sich auf Rang zwei. Jedoch stoppte ihn kurzzeitig ein technisches Problem. „Nach einer Code-60-Phase ließ sich mein Auto nicht mehr schalten. Ich musste es komplett neu starten und habe dadurch einige Plätze verloren“, erklärte Lion. Bis zum Fahrerwechsel fuhr er aber wieder auf Platz drei vor. Zum Finale durfte Lion dann nochmals ran und zeigte eine starke Endphase. Bis auf Rang acht zurückgefallen kämpfte er sich auf Platz vier nach vorne und verpasste das Podium am Ende nur haarscharf - „mich hat eine Gelbphase die letzte Attacke gekostet, ich war teilweise mehr als zwei Sekunden schneller als mein Kontrahent auf Platz drei. Die Top-Drei waren sicher drin.“
 
Der Sonntag wurde dann zu einer richtigen Herausforderung. Bei hochsommerlichen Temperaturen herrschten in dem Cockpit teilweise über 60 Grad. Dank der guten Fitness von Lion war das aber kein Problem. Trotzdem gab es im Rennverlauf einige Strafen, welche das Team wichtigen Boden kosteten. So war diesmal nicht mehr als Platz fünf möglich. „Bei der Hitze haben wir uns einige Track-Limits eingefahren und dadurch Zeit verloren. Abgesehen davon, war das eine super Teamleistung. Alle Rund um Race Track Competition haben einen Megajob gemacht. Dafür vielen Dank! Für mich war das wieder eine super Erfahrung und hat mir in meiner weiteren Entwicklung sehr geholfen. Ich bin gespannt was jetzt die Zukunft noch bringt“, so Lion abschließend.
 
Aktuell verhandelt der junge Deutsche mit seinem Team über einen Start beim längsten Langstreckenrennen der Welt. In Portimao (Portugal) findet ein 26 Stunden-Rennen statt, für welches Lion als heißer Kandidat gehandelt wird.
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