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Datum: 10.03.2016 · TCR
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Beste aerodynamische Voraussetzungen für Opel Astra TCR

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Im Windkanal wird an der Position des Heckflügels, der Anstellung des Frontsplitters sowie der Auslegung von Kotflügeln und Schürzen gearbeitet. - Foto: Opel
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Im Windkanal wird an der Position des Heckflügels, der Anstellung des Frontsplitters sowie der Auslegung von Kotflügeln und Schürzen gearbeitet. - Foto: Opel

Neuer Opel Astra TCR: Windkanal-Tests für beste aerodynamische Effizienz. - Foto: Opel

Schlüssel zum Erfolg: Die aerodynamische Effizienz beschreibt das Verhältnis von Anpressdruck zu Luftwiderstand. - Foto: Opel
Die Aerodynamik hat im Motorsport stetig an Bedeutung gewonnen. Versuchte man noch vor einigen Jahren, aerodynamische Defizite schlicht durch mehr Motorleistung zu kompensieren, heißt der Schlüssel zum Erfolg im modernen Rennsport genau wie in der Serienfertigung: Effizienz – ein wesentliches Entwicklungsziel des Opel Astra TCR, der für die neue Touring Car Racer Series (TCR) aufgebaut worden ist. Aerodynamische Effizienz beschreibt das Verhältnis von Anpressdruck (Abtrieb) zu Luftwiderstand.

Vom einen möchte man so viel und vom anderen so wenig wie möglich haben, um eine perfekte Kombination aus hohen Geschwindigkeiten in den Kurven und auf den Geraden realisieren zu können. Der neue Astra bietet als Basis für einen seriennahen Tourenwagen beste Voraussetzungen. Das „Auto des Jahres 2016“ weist mit einem Luftwiderstandsbeiwert von nur cW = 0,272 einen Top-Wert bei kompakten Fließheck-Fahrzeugen auf. Damit sind ideale Voraussetzungen für einen strömungsgünstigen und somit auf den Geraden schnellen Rennwagen gegeben.

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Gegenüber dem Serienpendant ist der Opel Astra TCR auf die vom Reglement erlaubten maximalen 1.950 Millimeter verbreitert worden. Modifiziert sind auch Stoßfänger, Kotflügel und Seitenteile. Für den entscheidenden Abtrieb sorgen in erster Linie Frontsplitter und Heckflügel. Beide Elemente sind im TCR-Reglement aus Kostengründen als Einheitsbauteile definiert, sodass zwar nicht an Form und Finish, sehr wohl aber an der Anbauposition gefeilt werden kann. Besonders wichtig ist die Position des Heckflügels, der gemäß Reglement nach oben nicht über die Dachkante hinausragen und nach hinten nicht weiter als 1.050 Millimeter hinter die Radnabenmitte der Hinterachse reichen darf. Je mehr der Heckflügel im Wind steht, desto mehr Abtrieb generiert er. Gleichzeitig erhöht sich aber auch der Luftwiderstand, was der Höchstgeschwindigkeit abträglich ist. Daher gilt es, einen Kompromiss zwischen Luftwiderstand und Abtrieb zu finden. Dieses gilt auch für den Anstellwinkel des Frontsplitters. Er muss so flach wie möglich, aber steil genug sein, um die Vorderachse beim Anbremsen stabil zu halten und in den Kurven kein Untersteuern aufkommen zu lassen. Entscheidend ist auch die aerodynamische Balance, also das Abtriebsverhältnis zwischen Vorder- und Hinterachse, das so ausgewogen sein muss, dass der Wagen in jedem Fahrzustand stabil bleibt.

Um dieses sensible Gleichgewicht von Anfang an möglichst ideal zu treffen, unterzog das Entwicklerteam um den Technischen Leiter von Opel Motorsport, Dietmar Metrich, den Astra TCR einem mehrtägigen Aerodynamiktest. Hierzu wählte man den Windkanal der Universität Stuttgart. „Dieser hat einen rollenden Boden und kann Geschwindigkeiten bis 250 km/h darstellen. Das macht ihn für unsere Zwecke ideal“, erklärt Metrich.

Windkanal-Zeit ist kostspielig, daher ist sorgfältige Vorbereitung alles. „Wir hatten Modelle für mehrere Lösungen vorbereitet, sodass wir die verschiedenen Konfigurationen vor Ort schnell tauschen und durchmessen konnten“, erläutert Metrich. „Im Wesentlichen ging es um die Position des Heckflügels, die Anstellung des Frontsplitters sowie die Auslegung von Kotflügeln und Schürzen.“

Wenn es um die Kommunikation von Daten und Messwerten geht, wird Dietmar Metrich sehr einsilbig: „So viel kann ich verraten: Dank des sehr gut geeigneten Basismodells fühlen wir uns bestens aufgestellt. Wo wir wirklich im Konkurrenz-Vergleich stehen, kann nur das Kräftemessen auf der Rennstrecke zeigen. Aber das macht die ganze Sache ja erst so richtig spannend!“


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