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KZH Motor
(Foto: tecMEDIA)
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KZH 100 MWA
Diesmal stellen wir in unserer Reihe „neue Motoren” den KZH 100 MWA der
Firma Hetschel vor. Die Firma Hetschel aus dem Schwäbischen, baut als einzige
deutsche Firma seit vielen Jahren erfolgreich Kartmotoren für alle
Wettbewerbsklassen. Neben den Kartmotoren werden auch Kart-Chassis unter dem
Produktnamen Mach1 hergestellt. Thomas Hetschel konnte über viele Jahre mit
den Produkten der Familienfirma in der Deutschen-Kart-Meisterschaft vorne
mitfahren. In dieser Saison hält David Hemkemeyer in der DKM die Fahnen für
KZH und Mach1 hoch.
Äußerlich zeigt die neue Motorengeneration
von KZH keine sichtlichen Veränderungen. Die Verarbeitung entspricht dem
heutigen Standard. Obwohl bei den Gussteilen wie Zylinderkopf und Zylinder
beim äußeren Finish anscheinend eine etwas andere Philosophie vorherrscht:
die Oberfläche ist etwas rauer als bei anderen Fabrikaten, was aber der
Wärmeabfuhr zugute kommen soll. Bei der Verschraubung des Zylinders mit dem
Motorgehäuse ist man konservativ geblieben, und benutzt vier durchgehende 8
mm Stehbolzen, an denen gleichzeitig auch der Zylinderkopf verschraubt wird.
Um bei der Abdichtung hinsichtlich des Kühlwassers auf der sicheren Seite zu
sein, hat man am Zylinder noch weitere vier kleine Stehbolzen (6 mm)
angebracht, die zusätzlich für eine optimale Planlage des Zylinderkopfes
sorgen.
Das Motorgehäuse ist auch am Seitendeckel verrippt. Der Hub beträgt 49,96 mm
und die Bohrung 50,20 mm. Es handelt sich also um einen Kurzhuber. Der
Zylinderkopf ist einteilig ausgeführt, d.h. Wasserkasten und Brennraum bilden
ein Gussteil. Die Brennraumform entspricht einer Kalotte mit Quetschkante. Das
Volumen beträgt 4,8 ccm. Der Zylinder sitzt in einem großen Wassermantel und
wird gut von allen Seiten vom Kühlwasser umspült. Der Auslasskanal wird an
beiden Seiten von dreieckigen Stützkanälen ohne Vorauslass ergänzt.
Der Kurbeltrieb ist eine Augenweide - es ist auch eine Spezialausführung mit
Schulterlagern erhältlich. Die Kurbelwangen sind an den Aussparungen sauber
mit Kunststoff-Formteilen ausgefüllt. Als Kurbelwellenlager kommen
Ausführungen der Größe 6405 zum Einsatz, und die Länge des Pleuels
beträgt 100 mm. Der Membranenkasten war standardmäßig mit normalen
Kunststoffmembranen bestückt. Bei Hetschel verwendet man Zündanlagen der
deutschen Firma PVL. Der Rotor sitzt ohne Keil auf der Kurbelwelle. So weit
die ersten technischen Informationen.
Daten:
Motor: KZH, Typ: 100 MWA, Steuerung: Membran, Hubraum: 98,88 ccm, Hub: 49,96
mm, Bohrung: 50,20 mm, Kühlung: Wasser, Zündung: PVL, Kategorie: ICA/FA
Kontakt:
Hetschel GmbH
Tel. 0 71 35 - 984 90
Fax 0 71 35 - 98 49 25
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